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Ein Mix aus Liberal, Grün und Rötlich: Cornelius Obonya im TT-Interview

Schauspielstar Cornelius Obonya engagiert sich im Kampf gegen den Antisemitismus und für die Aufnahme von Flüchtenden. Zu Tirol, wo er am Samstag gastiert, gibt es einen starken familiären Bezug.

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Cornelius Obonya, Jg. 1969, ist Spross der Schauspieler-Dynastie Hörbiger. Zahlreiche Rollen im Fernsehen und in Theatern wie der Schaubühne Berlin und dem Burgtheater. Auch als Sprecher und Regisseur tätig.
© Ulrik Hölzel

Wie ist es Ihnen in der Pandemie ergangen?

Cornelius Obonya: Meine Frau und ich erkrankten an Covid, mit unterschiedlichen Verläufen und leichten Folgen bis heute. Wir mussten uns einen Monat lang von unserem Sohn im eigenen Haus isolieren. Beruflich konnte ich mich breiter aufstellen, ich habe Fernseh-Dokus gesprochen, konnte arbeiten und Geld verdienen. Auftritte sind natürlich weggefallen, das war ein großer Verlust, künstlerisch und finanziell.

Sie sind als Sprecher sehr gefragt, so auch am Samstag bei Shakespeares „Sommernachtstraum“ in der vertonten Fassung von Mendelssohn Bartholdy in Erl. Haben Sie sehr an Ihrer Sprecherstimme gefeilt?

Obonya: Ich habe die Stimme selbst trainiert, das Schauspielen bleibt aber meine Hauptbeschäftigung. Ich habe weder als Schauspieler noch als Sprecher wirklich eine Ausbildung. Das Reinhardt-Seminar habe ich nach einem Jahr abgebrochen.

Dafür ist Ihr Werkekatalog recht ansehnlich.


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