Arbeitslosigkeit sank erstmals unter Vorkrisenniveau

Die Arbeitslosigkeit inklusive ist in Österreich erstmals niedriger als vor Beginn der Corona-Pandemie. Die Zahl der Arbeitslosen und Schulungsteilnehmer lag um knapp 1500 Personen unter dem Niveau in der Vergleichswoche 2019. Ein baldiger Anstieg wird jedoch erwartet.

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Symbolbild.
© ROBERT JAEGER

Wien – Die Arbeitslosigkeit in Österreich ist nun erstmals unter das Vorkrisenniveau gesunken: Die Zahl der Arbeitslosen und der AMS-Schulungsteilnehmerinnen und -teilnehmer liegt mit 332.457 Personen erstmals unter dem Wert der Vergleichswoche 2019 von 333.922 Personen. Für Arbeitsminister Martin Kocher (ÖVP) ist die weitere Erholung am Arbeitsmarkt „sehr erfreulich“.

„Der erneute Rückgang der Arbeitslosigkeit ist vor allem vor dem Hintergrund positiv, dass nun bald wieder die saisonalen Effekte zu einem Anstieg der Arbeitslosigkeit führen werden“, so Kocher am Dienstag in einer Aussendung.

📽️ Video | Weniger Arbeitslose als vor der Pandemie

Derzeit sind 263.680 Personen beim AMS arbeitslos gemeldet sowie 68.777 weitere Personen ohne Job in Schulung. In der Vergleichsperiode 2019 waren 271.275 Personen arbeitslos gemeldet, inklusive der 62.647 Schulungsteilnehmerinnen und Schulungsteilnehmer betrug die Zahl 333.922 Personen. 2020 war die Arbeitslosigkeit wesentlich höher, damals lag die Zahl der Arbeitslosen und Personen in AMS-Schulung sogar um 72.028 über dem aktuellen Wert.

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Derzeit sind im Vergleich zur Vorwoche um 561 Personen mehr in Schulungen, das ist ein leichter Anstieg. „Die verhältnismäßig hohen Schulungszahlen sind vor allem auf unsere Qualifizierungsmaßnahmen durch das AMS, zum größten Teil im Rahmen der Joboffensive, zurückzuführen. Qualifizierungen sind insbesondere angesichts des aktuellen Rekordstands an offenen Stellen für den Arbeitsmarkt entscheidend“, betont Kocher.

Die Kurzarbeits-Anmeldungen sind im Wochenvergleich leicht angestiegen und liegen derzeit bei 67.773. Hier schlagen sich laut Kocher bereits die Kurzarbeitspläne bei Autozulieferern wegen gravierender internationaler Lieferengpässe nieder. Die Anmeldungen zur Kurzarbeit steigen üblicherweise während einer laufenden Antragsphase noch leicht an. Die tatsächliche Inanspruchnahme der Kurzarbeit könne erst rückblickend genau beziffert werden. (APA)


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