Wängle: Am Montag endet Bürgermeister Müllers Amtszeit abrupt

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Wängle im Außerfern.
© Johann Fasser

Wängle – Im Schnitt nur alle drei Jahre kommt es in Tirol zu derartigen Zerwürfnissen zwischen einem Gemeinderat und dem Bürgermeister, dass die Mandatare die Reißleine ziehen. Im Außerferner Ort Wängle ist es nun, wie berichtet, so weit. Kommenden Montag, den 11. Oktober, um 10 Uhr kommt es zum Showdown im kleinen Sitzungszimmer des Gemeindeamtes. Der einzige Tagesordnungspunkt heißt Selbstauflösung des Gemeinderates nach § 27 (2) TGO. BM Christian Müller musste gezwungenermaßen die Einladungen zu seinem eigenen Rauswurf unterschreiben.

Verhalten sich die Mandatare so wie bei der Antragstellung für diesen außergewöhnlichen Schritt, dann ist Müller samt allen Gemeinderäten Geschichte. Es wird zudem erwartet, dass auch die beiden Gemeinderätinnen seiner eigenen Liste gegen ihn stimmen werden. Frühestmöglicher Neuwahltermin könnte der 9. Jänner werden. In der Zwischenzeit wird Wängle amtsverwaltet.

Für Müller ist alles „ein abgekartetes Spiel der Gemeindevorstände“. Er sieht die Chancen für seine Wiederwahl nach fast zwölf Jahren im Amt als gar nicht so gering an. „Die Leute wollen nicht, dass Schmutzwäsche gewaschen wird. Noch dazu, wenn davon die Hälfte nicht stimmt.“ (hm)

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