Defekter Akku dürfte Großbrand in Kössener Recyclingbetrieb ausgelöst haben

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Brandermittler auf Spurensuche in Kössen.
© ZOOM.TIROL

Kössen – Nach dem heiklen Brand in einer Autowerkstatt in Kössen, in der auch E-Autos recycelt werden, hat die Polizei Ermittlungen aufgenommen. Und die ergaben, dass ein defekter Fahrzeugakku „mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit“ den Brand versucht hat. Von einem in der Werkstatt ausgestellten Elektroauto sei das Feuer aber nicht ausgegangen, verlautbarte das Unternehmen: „Das Elektrofahrzeug ist seit sechs Monaten inaktiv und weist keine Beschädigung im Hochvolt-Bereich (Akku, Anm.) auf.“

Laut Dominik Schwentner, Einsatzleiter der Feuerwehr Kössen, befand sich besagter Wagen am Dienstagvormittag auf der Hebebühne, als der Brand in der Werkstatt ausbrach. Das Elektrofahrzeug fing ebenfalls Feuer und musste von den Einsatzkräften nach dem Löschangriff ins Freie gebracht werden. Dort wurde der Wagen in einem Container eingeschlossen, um einen neuerlichen Brandausbruch zu verhindern. Die Feuerwehrmänner bargen auch eine Palette, auf der sich mehrere Akkus für Elektroautos befanden.

Die Akkus waren es auch, die den Feuerwehrmännern Sorgen bereiteten. Weil die Batterien bei Überhitzung immer wieder Feuer fangen können. Einsatzleiter Schwentner entschied sich daher, sechs weitere Feuerwehren zu alarmieren. Insgesamt standen 120 Mann stundenlang im Einsatz, bei dem das Dach des Gebäudes mithilfe eines Krans abgetragen werden musste. (tom)

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