Rohstoffpreise steigen: Automatenkaffee wird 5 bis 10 Prozent teurer

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Wien – Die Kaffeepreise gehen an den Rohstoffbörsen nach oben. Auch ein Unternehmen mit langfristigen Verträgen werde sich dem nicht dauerhaft entziehen können, sagt Friedrich Kaltenegger, Chef des Kaffeeautomaten-Anbieters cafe+co. Allerdings werde der Preisanstieg an den Automaten mit fünf bis zehn Prozent moderat ausfallen. Ganz grundsätzlich verbuche sein Unternehmen nach einer starken coronabedingten Delle nun wieder steigende Umsatzzahlen.

Der zu Leipnik-Lundenburger (LLI) und damit zur Raiffeisen-Gruppe gehörende Anbieter versorgt vor allem Betriebe mit Heiß- und Kaltgetränken. Nur rund 10 Prozent der 60.000 Geräte stehen im frei zugänglichen öffentlichen Raum. Daher hat die Corona-Zeit mit Kurzarbeit und Homeoffice unmittelbar auf den Umsatz durchgeschlagen. "Wir haben so etwas wie einen Cappuccino-Indikator: Wenn weniger Menschen in den Betrieben sind, wird weniger Kaffee in den Pausen konsumiert. Das spüren wir von der Stunde null." Genauso schnell springe der Umsatz aber auch wieder an, wenn die Menschen an den Arbeitsplatz zurückkehrten.

40 Mio. Euro Umsatz verloren

Daher habe cafe+co in zwölf Monaten mit Corona-Maßnahmen etwa 40 Mio. Euro Umsatz verloren. Das aktuelle Geschäftsjahr werde mit "plus/minus 215 Mio. Euro Umsatz" abschließen - verglichen mit etwa 250 Mio. Euro in einem "normalen" Jahr. Zugleich wird cafe+co im neuen Geschäftsjahr mit gut 34 Mio. Euro so viel investieren wie nie zuvor, in Digitalisierung und weiteres Wachstum.

Große Themen seien die Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Inzwischen sei es normaler Bestandteil von Ausschreibungen, nachhaltigen Anbau des Kaffees und Papierbecher zu verlangen. In einzelnen Ländern ist auch die Bezahlung per App oder Kreditkarte stark gefragt. In Polen würden inzwischen fünf von zehn Kaffees via Kreditkarte bezahlt. In Ungarn, wo cafe+co in der Autoindustrie stark präsent ist, verlangen die Firmen aus Hygienegründen das kontaktlose Zahlen, da sei mit einem rasanten Wachstum zu rechnen. Österreich ist hier eher Nachzügler, so Kaltenegger, weniger als zwei von zehn Kaffees werden hier digital bezahlt. Ein kurzer Anstieg in der Corona-Zeit sei schon wieder abgeflacht. (APA)

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