„Beweisumkehr statt Klage“: SPÖ Imst und Landeck zum „Equal pay day"

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SPÖ NR Selma Yildirim.
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Imst – NR Selma Yildirim und ihre Mitstreiterinnen, die Bezirksfrauenvorsitzenden der SPÖ aus Landeck, Brigitte Trötzmüller, und Imst, Alexandra Zolitsch, rufen den „Equal pay day“ in Erinnerung. Also jenen fiktiven Tag, ab welchem Frauen bis zum Jahresende „gratis“ arbeiten.

„In Imst war das der 1. Oktober und in Landeck der 6. Oktober 2021“, zeigt Zolitsch auf. Auf sämtlichen Ebenen bis hinauf zum Nationalrat habe es immer wieder Anläufe gegeben, die Ungleich-Bezahlung von Frauen zu thematisieren.

„Mir gefällt das isländische Modell der Beweislastumkehr besonders gut“, gesteht dabei NR Yildirim. In Island seien Arbeitgeber dazu per Gesetz verpflichtet, nachzuweisen, dass sie Frauen nicht diskriminieren. Dies müsse alle zwei Jahre belegt werden. „In Österreich können Sie schon Ihren Arbeitgeber verklagen und bekommen, wenn’s hochkommt, eine Differenzsumme. Aber wer macht das schon?“, hinterfragt Yildirim.

Speziell in den tourismuslastigen Bezirken wie Landeck und Imst solle künftig eine 500-Euro-Umstiegsprämie greifen. „Das würden wir uns z. B. in Landeck wünschen, wo sich Arbeitnehmerinnen nach 20 Jahren im Tourismus einen Umstieg in Pflegeberufe vorstellen können“, weiß Trötzmüller. Ein Hindernis sei jedoch die schlechte Bezahlung nach Kollektiv. Umsteigerinnen würden als „Praktikantinnen eingestuft, die noch zuhause bei den Eltern wohnen und keinen Verpflichtungen nachzukommen haben“.

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Yildirim: „Frauen müssen selbstbewusst in Gehaltsverhandlungen gehen, um die Mehrfachbelastungen ausgeglichen zu bekommen.“ (top)


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