Jeep Gladiator: Exklusives Pick-up-Erlebnis

Manche können sich vielleicht daran erinnern: Einen Pick-up aus dem Hause Jeep gab es in den 60er-Jahren schon mal. Jetzt wurde der Gladiator neu aufgelegt und nutzt mit der Wrangler-Basis bewährte Technik.

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Egal ob on- oder offroad: Der Jeep Gladiator macht unabhängig vom Untergrund eine gute Figur und ist ein echtes Unikat unter den Lastentieren.
© Letzner

Von Lukas Letzner

Gschnitz – Ein Pick-up von Jeep? Der sieht ja stylisch aus! Wie viel PS hat der? Was kann der ziehen? Ist das ein echtes Arbeitstier?

Diese und andere Fragen sind während der 14 Tage, in denen der Jeep Gladiator unseren Testfuhrpark bereicherte, auf uns eingeprasselt. Selten haben wir unterwegs – egal ob am Bauhof, auf dem Parkplatz vom Supermarkt oder im Wald – so viel Resonanz bekommen wie bei Jeeps Lademeister. Speziell in der von uns getesteten „Firecracker Red“-Lackierung hebt er sich auch deutlich von anderen Pick-ups ab, und so scheint der Auftritt des 5,6 Meter langen Arbeitstiers jedenfalls zu passen.

Technisch gesehen handelt es sich beim Jeep Gladiator um einen verlängerten Jeep Wrangler, der dem Lademeister bis zur B-Säule entspricht. Auch die Dach-Variationen (Stoffdach oder Hardtop) lassen sich – wie beim Wrangler – wählen, die Windschutzscheibe kann man umlegen, die Aluminiumtüren können leicht abgebaut werden.

Das „Trac-Lok“-Sperrdifferential sorgt für zusätzliche Traktion, mit der „Selec Speed Control“ findet der Gladiator selbst die richtige Geschwindigkeit.
© Letzner

Wer den Innenraum des Gladiators zum ersten Mal erklimmt, der wird positiv überrascht sein. So knöchern der Ami von außen auch wirken mag, im Innenraum verwöhnt er einen mit zahlreichen Ablagen, hochwertigen Materialien und verfügt über einen hochmodernen Touch-Screen samt Smartphone-Anbindung. Wer den Innenraum eines Wranglers bereits kennt, fühlt sich schnell aufgehoben. Angetrieben wird der Pick-up mittels V6-Dieselmotor, auch schon fast eine Rarität. Der Dreilitermotor liefert 264 PS und ein Drehmoment von ordentlichen 600 Nm, die mittels 8-Gang-Automatik auf wahlweise zwei oder alle vier Räder aufgeteilt werden.

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Die Technik

Motor: Sechs-Zylinder-Diesel

Hubraum: 2987 ccm

Drehmoment: 600 Nm bei 1400 U/min

Leistung: 194 kW/260 PS

L/B/H: 5591/1894/1843 mm

Gewicht: 2478/2925 kg

Ladefläche: 1531/1442 mm

Tankinhalt: 80 l

Höchstgeschwindigkeit: 177 km/h

0–100 km/h: 8,6 Sekunden

Verbrauch: 8,4 l/100 Kilometer

Kraftübertragung: Allradantrieb

Preis: ab 77.717 Euro

CO2-Emission: 252 g/km

Trotz Starrachsen ist das Fahrwerk des Grenzgängers nicht zu hart für löchrigen Asphalt und nicht zu weich für das Gelände. Apropos Gelände! Dort fühlt sich der Gladiator natürlich am wohlsten. Der Antrieb – ebenso aus dem Wrangler übernommen – kennt vier Gangarten: Hinterradantrieb für die Straße, automatischer Allradantrieb, permanenter Allradantrieb und eine Untersetzung für groben Untergrund. Lediglich das hohe Gewicht von 2,5 Tonnen kann dem Spiel mit der Schwerkraft ein Ende setzen. Dieses beeinflusst natürlich auch die Zuladung. Während die Konkurrenz zum Teil über eine Tonne auf die Ladefläche wuchten darf, sind es beim Jeep „nur“ 613 Kilo. Außerdem darf er „nur“ 2,7 Tonnen ziehen. Das kann die Konkurrenz ein wenig besser.


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