Liao Yiwus „Wuhan“-Roman erscheint im Jänner

Nach einem Jahr Pandemie-bedingter Pause geht an diesem Wochenende wieder das Festival „Literatur im Nebel“ im niederösterreichischen Heidenreichstein über die Bühne. Ehrengast der 14. Ausgabe ist der chinesische Autor und Dissident Liao Yiwu.

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Liao Yiwu ist bei „Literatur im Nebel“ zu Gast.
© APA/Huber-Lang

Heidenreichstein – Nach einem Jahr Pandemie-bedingter Pause geht an diesem Wochenende wieder das Festival „Literatur im Nebel“ im niederösterreichischen Heidenreichstein über die Bühne. Ehrengast der 14. Ausgabe ist der chinesische Autor und Dissident Liao Yiwu, der beim Auftakt am Freitagabend einen Ausblick auf sein neues, Anfang 2022 auch auf Deutsch erscheinendes Buch „Wuhan“ ermöglichte. Darin dokumentiert der in Berlin lebende Autor die radikalen Maßnahmen eines autoritären Staates zur Eindämmung des in der gleichnamigen chinesischen Stadt entdeckten Covid-19-Virus. Auch die verhinderte Ursachenforschung und die zögernde Informationspolitik des chinesischen Regimes macht Liao Yiwu in „Wuhan“ zum Thema.

Bei „Literatur im Nebel“ steht jedes Jahr ein internationaler Autor im Mittelpunkt von Lesungen und Gesprächen. Zuletzt waren die Nobelpreisträger Herta Müller (2018) und J. M. Coetzee (2019) zu Gast.

Müller kam auch heuer. Sie beschloss den Auftaktabend mit einer Festrede auf ihren Freund Liao Yiwu, dessen Werk sie als Mischung aus Dokumentation und Poesie lobte.

Liao Yiwu, Jahrgang 1958, verfasste 1989 das Gedicht „Massaker“, wofür er vier Jahre inhaftiert wurde. Erst 2011 konnte er China verlassen. (APA, TT)


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