Ein letzter Frühling: Berührender Überlebenskampf

Das niederländisch-spanische Drama „La última primavera“ wurde beim 30. Internationalen Filmfestival Innsbruck ausgezeichnet.

  • Artikel
  • Diskussion
„La última primavera“ (links) hat den Filmpreis des Landes Tirol gewonnen.
© IFFI

Innsbruck – Heute geht die 30. Auflage des Internationalen Filmfestivals Innsbruck (IFFI) zu Ende. Gestern Abend wurden im Leokino die Preisträger der Jubiläumsausgabe gekürt. Die Siegerfilme werden heute wiederholt.

Mit dem Spielfilm-Preis des Landes Tirol in Höhe von 5500 Euro wurde die niederländisch-spanische Koproduktion „La última primavera“ der Regisseurin Isabel Lamberti ausgezeichnet. Der Film – er handelt von einer Siedlung außerhalb Madrids, die wegen eines Bauvorhabens geräumt werden soll – wird heute um 20 Uhr im Leokino gezeigt. Lamberti sei mit ihrem Spielfilmdebüt ein gleichermaßen berührendes wie politisch aufmerksames Porträt von Menschen gelungen, die mitten im reichen Europa um ihr Überleben kämpfen“, begründete die Jury, der heuer die designierte Crossing-Europe-Leiterin Sabine Gebetsroither, der Filmemacher Lemohang Jeremiah Mosese und Filmkritiker Andreas Ungerböck angehörten.

Mit dem Dokumentarfilm-Preis der Stadt Innsbruck (3000 Euro) wurde Abdallah Al-Khatib für den Film „Litte Palestine: Diary of a Siege“ ausgezeichnet. Al-Khatib begleitet darin den Alltag im palästinensischen Flüchtlingslager Jarmuk in der syrischen Stadt Damaskus. „Little Palestine“ kam beim IFFI zu seiner Österreichpremiere. Er wird heute um 18 Uhr im Leokino wiederholt. Der Film „Le dernier refuge“ von Ousmane Samassékou wurde von der Jury (Stefan Kruse Jørgensen, Christina Hanes, Isabella Rinaldi und Oksana Sarkisova) bei der Preisverleihung lobend erwähnt.

„Little Palestine“ wurde zum besten Dokumentarfilm des 30. IFFI gekürt.
© IFFI

Der Publikumspreis des Festivals (2000 Euro) ging an Manque la Bancas argentinisch-brasilianischen Ski-Film „Esquí“.

150 x Jahres-Vignette 2022 zu gewinnen

TT-ePaper gratis ausprobieren, der Gratiszeitraum endet nach 4 Wochen automatisch.

Eine Jugendjury prämierte das Drama „Lunana“ von Pawo Choyning Dorji aus Bhutan mit dem mit 1000 Euro dotierten Südwind-Filmpreis. „Lunana“ wird heute bereits um 11.20 Uhr im Leokino wiederholt – und ist wie „Le dernier refuge“ und acht weitere Produktionen aus dem heurigen Festivalprogramm bis zum 17. Oktober auf stream.iffi.at abrufbar. (jole)


Kommentieren


Schlagworte