Ärger über fehlende Zahlen in Innsbruck, Pläne für große Photovoltaikanlage

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Vermisst konkrete Zahlen: Finanzausschuss-Vorsitzender Markus Stoll (FI).
© Grießenböck

Innsbruck – Die Innsbrucker Stadtpolitik nimmt in dieser Woche mit dem Oktober-Gemeinderat wieder voll Fahrt auf. Die Grünen werden bei der Sitzung in der Aktuellen Stunde die Klimakrise zum Thema machen – auch eine Präsentation zum Baumreihenkonzept und zur Sicherheitslage ist geplant.

Rund 800.000 Euro wird die Stadt (netto) letztlich einnehmen, nachdem die Stiebleichinger Besitz GmbH eine Option für die Sowi-Garage gezogen hat und damit den eigenen Anteil auf 49 Prozent erhöht. Die Stadt hält 51 Prozent. Ein nettes Zubrot für das laufende Budget. Die Erstellung des Doppelhaushaltes für 22/23 geht voran. Doch es gibt Misstöne. Beim Finanzausschuss vergangene Woche war BM Georg Willi (Grüne) nicht zugegen. Sehr zum Unmut der anderen Fraktionen – etwa der FPÖ von StR Rudi Federspiel.

Dass er als Vorsitzender des Finanzausschusses vergangene Woche noch keine Unterlagen erhalten hatte, verärgerte GR Markus Stoll (FI). „Wir haben auch keine Hochrechnung über die Einnahmen oder einen Budgetpfad“, sagte Stoll. Das sieht auch GR Mesut Onay (ALI) so, der die Grünen kritisiert, weil diese bereits „munter Presseaussendungen“ zu den Details verschicken würden. Spannung im Gemeinderat ist also garantiert.

Vizebürgermeister Hannes Anzengruber (VP) schreibt sich auch den Klimaschutz auf seine Fahnen. Er wird im Gemeinderat einen entsprechenden Vorstoß in Sachen „Sonnenkraftwerke“ einbringen. Geht es nach Anzengruber, dann sollen insbesondere die Gewerbe- und Industrieflächen in der Rossau genutzt werden. „Viele Unternehmen haben auf ihren Produktionshallen große Flächen, die derzeit noch komplett ungenutzt sind“, so der Vizebürgermeister, der mit einer derartigen Idee nicht zum ersten Mal an die Öffentlichkeit tritt.

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„Unser Antrag geht in zwei Richtungen. Auf der einen Seite planen wir durch eine Erhöhung der Baudichte am Standort den Unternehmen weitere Expansionsmöglichkeiten einzuräumen und dadurch drohende Abwanderungen zu verhindern. Gleichzeitig ist dann eine PV-Anlage am Dach jedoch verpflichtend umzusetzen“, sagt Anzengruber. So könne die Rossau österreichweit zu einem Vorzeigemodell werden. (mw)


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