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Jongleur mit digitalen Stuckaturen: Kunst für Innsbrucker Spitalskirche

Peter Kogler hat für die Innsbrucker Spitalskirche eine wunderbar durchlässige Barriere erfunden. Für so manche die bisher beste Arbeit des international umtriebigen Tiroler Medienkünstlers.

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Neuinterpretation der spätbarocken Akanthusstuckatur der Innsbrucker Spitalskirche: Peter Kogler vor der von ihm gestalteten Glaswand.
© Rudy De Moor

Innsbruck – In den vergangenen zwei Monaten wurde die um 1700 nach den Plänen von Johann Martin Gumpp d. Ä. erbaute Innsbrucker Spitalskirche unter der Leitung von Architekt Paul Senfter nicht nur sorgsam restauriert und mit neuem Licht bestückt, sondern auch mit einer gläsernen Trennwand. Die als akustisch effektive, optisch durchlässige Barriere zwischen dem eigentlichen Kirchenraum und dem Vorraum dienen soll, um auf diese Weise die Nutzungsmöglichkeiten dieses sakralen Raums sinnvoll zu erweitern. Auf Betreiben von Bischof Hermann Glettler wurde für die Gestaltung der Glaswand im vergangenen Jahr ein Kunstwettbewerb initiiert, zu dem vier Tiroler KünstlerInnen geladen waren, u. a. der 62-jährige, international renommierte Tiroler Medienkünstler Peter Kogler, der mit seinem Entwurf eindeutiger Sieger wurde.

Arno Ritter, aut-Chef und Mitglied des vor drei Jahren von Bischof Hermann Glettler installierten diözesanen Beirats für Kunst und Architektur, findet, dass die von Ihnen gestaltete Glaswand in der Spitalskirche Ihre beste Arbeit ist.

Peter Kogler: Was soll ich dazu schon sagen. Die Vorgaben für diese Arbeit waren allerdings sehr speziell. Die Spitalskirche mit ihrer klaren Form ist wunderschön und mit Kindheitserinnerungen verbunden. Denn als in Innsbruck Aufgewachsener bin ich mit meiner Mutter hier oft eingekehrt und wenn mir langweilig wurde, habe ich mich gedanklich in den barocken Stuckaturen verloren. Und das habe ich offensichtlich in meinem Gehirn abgespeichert.


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