Bürger sollen bei Schulbau am Kirchplatz in Wattens mitreden

Die Marktgemeinde Wattens hat einen Partizipationsprozess für die Neuerrichtung der VS am Kirchplatz, mitten im Ortskern, gestartet.

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Bürgermeister Thomas Oberbeirsteiner und Direktorin Ruth Töpfer lauschten beim Workshop den Ideen und Wünschen der Schüler.
© MG Wattens

Wattens – Die Grundsatzentscheidung ist schon länger gefallen: Die Volksschule am Kirchplatz in Wattens – Baujahr 1909, mehrfach umgebaut und erweitert, zuletzt 1991 – wird am selben Standort mitten im Ortskern komplett neu errichtet. Der Prozess zur Vorbereitung und Planung des Großprojekts, durch Corona ins Stocken geraten, nimmt nun wieder Fahrt auf – mit einem breiten, von der GemNova begleiteten Bürgerbeteiligungsprozess.

Zum Auftakt waren kürzlich die Schülerinnen und Schüler selbst eingeladen, ihre Wünsche an die neue Schule bei einem Workshop einzubringen. Auch das gesamte Volksschul-Team, von den Pädagoginnen bis hin zu Hausmeister und Reinigungskräften, entwickelte gemeinsame Vorschläge. In einem nächsten Schritt hat nun die Bevölkerung bei einem Bürger-Workshop das Wort – am Dienstag, 16. November, um 18 Uhr in der Werkstätte Wattens. Die gesammelten Anregungen und Ideen wolle man dann „aufbereiten und in die Planungen einfließen lassen“, betont BM Thomas Oberbeirsteiner, gegebenenfalls ergänzt um eine weitere Workshop-Runde.

Derzeit werden in der VS am Kirchplatz 182 Volks- und Sonderschulkinder unterrichtet, zum Teil auch schon in verschränkten Ganztagesklassen (mit wechselweisen Unterrichts- und Freizeiteinheiten). Der Neubau solle allen Ansprüchen an einen Ausbau der Ganztagesbetreuung und verschiedenen Unterrichtsformen gerecht werden, sagt Oberbeirsteiner – das bedingt u. a. Räume für Bewegung und Freizeit. Es werde „spannend, wie das mit der eingeschränkten Fläche am Standort möglich ist“. Vorstellbar wäre für ihn z. B. auch, ein begrüntes Flachdach mitzunützen. Punkto Bauart schaue man sich, etwa in Salzburg, auch Schulen an, die Neubauten erfolgreich ganz in Holzbauweise ausgeführt haben.

Am Standort im Ortszentrum halte man bewusst fest, stellt Oberbeirsteiner klar: „Über 95 % der Schüler gehen derzeit zu Fuß zur Schule und beleben den Ort, das soll auch so bleiben.“

Ziel sei, nächstes Jahr die Planungen samt Architektenwettbewerb abzuschließen, für den Baustart fasst man 2023 ins Auge. Während der zweijährigen Bauzeit könnten die Schüler ins Mehrzweckgebäude Unterdorf übersiedeln, ein Raumkonzept liegt vor. Der Kostenrahmen für das Gesamtprojekt lasse sich hingegen noch nicht beziffern. Klar ist aber: Für Wattens wird es das dominierende Projekt der nächsten Jahre. (md)


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