Tiroler Anwaltschaft für Kinder wird aufgestockt, Ausschreibung in Kürze
Lange hatte sich die ÖVP gewehrt, nun erhält die Kinder- und Jugendanwaltschaft doch einen (juristischen) Planposten mehr. Ausschreibung soll in Kürze starten.
Von Manfred Mitterwachauer
Innsbruck – Es waren Jahre der vergeblichen Hilferufe ins Landhaus, Jahre des ständigen Bittens und Bettelns. Dass die Tiroler Kinder- und Jugendanwaltschaft (Kija) mit zwei Planstellen (seit 1995) plus einer Vertrauensperson chronisch unterbesetzt ist, war alles andere als ein Geheimnis. Das Ganze gipfelte vor dem Sommer in einem offenen Brief der Kinderanwältin Elisabeth Harasser an alle Landtagsmitglieder. Dennoch tat sich die schwarz-grüne Landesregierung mehr als schwer, hier für Abhilfe zu sorgen. Thematisch bei Soziallandesrätin Gabriele Fischer (Grüne) angesiedelt, prallten vielmehr an dem fürs Personal zuständigen Landeshauptmann Günther Platter (VP) bis dato alle Aufstockungswünsche kategorisch ab. Geschlossen sah die Koalition noch im Juli-Landtag anlässlich mehrerer Oppositionsanträge keine Dringlichkeit für zusätzliches Personal. Und das, wo mit Fortschreiten der Pandemie, die psychische Belastung von Kindern durch (Schul-)Lockdowns immer öfter thematisiert wurde.