Österreich bei gemeldeten Arbeitsunfällen über dem EU-Schnitt

Das Statistische Amt der EU veröffentlichte am Dienstag Zahlen zu Arbeitsunfällen. Österreich liegt dort mit 3,6 Prozent verunfallter Arbeitender deutlich über dem EU-Schnitt von 2,4 Prozent.

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Österreicher verletzen sich häufiger auf der Arbeit als der EU-Schnitt.
© Michael Gaida/Pixabay

Luxemburg, Brüssel – Österreich hat laut Eurostat im Jahr 2020 im EU-Vergleich einen relativ hohen Anteil an Arbeitsunfällen aufgewiesen: Während im EU-Schnitt 2,4 Prozent der Erwerbstätigen oder Nichterwerbstätigen einen Arbeitsunfall in den vergangenen zwölf Monaten gemeldet haben, waren es hierzulande 3,6 Prozent. Das geht aus am Dienstag publizierten Daten des Statistischen Amts der EU hervor.

Der höchsten Wert an gemeldeten Arbeitsunfällen wurde demnach in Finnland mit 9,6 Prozent verzeichnet, es folgen Schweden (5,0 Prozent) und Frankreich (4,6). Die unfallfreiesten EU-Staaten waren in beruflicher Hinsicht hingegen Litauen (0,5 Prozent), Ungarn und Bulgarien (beide 0,7).

2013 lag der Anteil an gemeldeten Arbeitsunfällen in der ganzen EU noch bei 2,8 Prozent, der Rückgang im Vorjahr könnte teilweise aber auch auf die Covid-19-Pandemie zurückzuführen sein, hieß es in einer Aussendung. Auch im Ländervergleich sind Anstiege gegenüber 2013 eher die Ausnahme und wurden beispielsweise in Bulgarien mit einem Plus von 0,3 Prozent oder in Polen mit einem Anstieg von 0,8 auf 1,2, Prozent verzeichnet. In Österreich sank der Anteil wie in der Mehrheit der 27 EU-Staaten (Minus 0,5 Prozent).

Die Berufsgruppe mit dem höchsten Anteil an Arbeitsunfällen, die im Jahr 2020 gemeldet wurden, waren eu-weit die Handwerker mit 4,4 Prozent. Es folgen Anlagen- und Geräteführer sowie Monteure, die ebenso wie die im Agrarbereich tätigen Facharbeiter jeweils bei 3,4 Prozent liegen. Alle Informationen stammen aus den heute von Eurostat veröffentlichten Daten zu Arbeitsunfällen und arbeitsbedingten Gesundheitsproblemen aus dem Ad-hoc-Modul der EU-Arbeitskräfteerhebung (EU-AKE). (APA)

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