WM-Play-off und Co.: ÖFB-Team vor ungewöhnlichem Länderspieljahr 2022

WM-Play-off, Nations League, Testspiele und vielleicht die Weltmeisterschaft: Auf Österreichs Fußballer wartet ein ereignisreiches Spieljahr. Völlig unabhängig davon, wie der rot-weiß-rote Quali-Herbst endet.

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Marcel Sabitzer und Co. wollen 2022 über das WM-Ticket jubeln.
© JONATHAN NACKSTRAND

Wien – Auf Österreichs Nationalmannschaft wartet ein ungewöhnliches Länderspieljahr 2022. Das erste ÖFB-Match steigt Ende März, wohl im Rahmen des WM-Play-offs. Im Juni folgen gleich vier Matches in der Nations League, dafür gibt es im Oktober gar keine Nationalteam-Auftritte. Was im November passiert, ist davon abhängig, ob David Alaba und Co. bei der WM-Endrunde in Katar dabei sein werden.

Diesbezüglich fällt die Entscheidung Ende März im Play-off. Die ÖFB-Auswahl nimmt daran mit großer Wahrscheinlichkeit teil, weil 2020 der Nations-League-Gruppensieg gelang. Die insgesamt zwölf Starter - die zehn Zweiten der WM-Quali-Gruppen sowie die zwei besten Nations-League-Gruppensieger, die nicht Erster oder Zweiter ihrer Gruppe wurden - werden in drei Pfade eingeteilt. Sie bestreiten zwei Runden (Halbfinale und Finale) in jeweils einer Begegnung, die drei Sieger sind für Katar qualifiziert.

Die Auslosung dürfte Ende November oder Anfang Dezember über die Bühne gehen. ÖFB-Geschäftsführer Bernhard Neuhold hofft auf zwei Heimspiele. "Nicht nur aus sportlichen, auch aus wirtschaftlichen Überlegungen. Solche Endspiele gegen tendenziell attraktive Gegner würden für viele Ticketverkäufe sorgen", sagte der Niederösterreicher. Um im Halbfinale Heimrecht zu erhalten, müssten die Österreicher allerdings unter die sechs besten Gruppenzweiten der WM-Quali vorstoßen - das scheint aktuell äußerst unrealistisch.

Sollte man im Play-off-Halbfinale eine Niederlage kassieren, gäbe es am Final-Termin definitiv ein Freundschaftsspiel, wohl gegen einen anderen Semifinal-Verlierer. "Wir haben aufgrund der UEFA-Zentralvermarktung die Verpflichtung, bei diesem Lehrgang zwei Länderspiele zu absolvieren", erklärte Neuhold.

Ein besonders heftiges Programm steht den Teamspielern Anfang Juni bevor. Rund zwei bis drei Wochen nach dem Ende der meisten nationalen Ligen beginnt die neue Nations-League-Auflage mit vier Partien in nicht einmal zwei Wochen. Österreich ist erstmals in Liga A und damit bei den absoluten Top-Teams dabei, die Gruppengegner werden am 16. Dezember ausgelost.

Der darauffolgende Lehrgang findet nicht wie üblich Anfang, sondern Ende September statt. Zu diesem Termin werden die zwei ausstehenden Partien der Nations-League-Gruppenphase absolviert. Der Oktober ist dann ausschließlich für den Clubfußball reserviert, dafür steht der November im Zeichen der Nationalteams. Die Wüsten-WM beginnt am 21. November, einige Tage zuvor trägt die ÖFB-Auswahl auf jeden Fall zwei Testpartien aus, egal ob man für die Endrunde qualifiziert ist oder nicht.

Schon jetzt deutlich klarer ist der Nationalteam-Spielplan für das darauffolgende Jahr. 2023 gehen ausschließlich Spiele im Rahmen der Qualifikation für die EURO 2024 in Deutschland über die Bühne. (APA)


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