Kitzbühel wartet auf die Schirme

Die FPÖ befürchtet Schaden für die Stadt – die Schirme kommen noch heuer, sagt Bürgermeister Winkler.

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Die Schirme sollten im BH-Innenhof für Schatten sorgen, doch sie lassen auf sich warten. (Visualisierung)
© Breitfellner

Von Harald Angerer

Kitzbühel – Der Sommer ist schon längst vorbei und noch immer warten die Kitzbüheler auf jene Schirme, die im BH-Innenhof für Schatten sorgen sollen. Sie sind Teil eines Projekts zum 750-Jahr-Jubiläum der Stadt.

Doch von den Schirmen ist noch nichts zu sehen. FPÖ-Stadtparteiobmann LA Alexander Gamper ist besorgt, dass sie überhaupt nie jemand zu sehen bekommen wird. Bei der Gemeinderatssitzung am Montagabend hat er Bürgermeister Klaus Winkler (ÖVP) nach dem Verbleib der Schattenspender gefragt. „Ich habe gehört, dass der Hersteller in Konkurs gegangen ist und die Stadt schon 30.000 Euro angezahlt hat“, sagt Gamper. Er befürchtet, dass dieses Geld verloren sein könnte. Er fordert Aufklärung und droht mit rechtlichen Schritten.

Bei der Sitzung versicherte BM Winkler allerdings, dass die Schirme noch heuer geliefert werden. Auf die 30.000 Euro ging er nicht ein. „Ich habe mich nun noch einmal versichert: Die Schirme haben eine Lieferverzögerung, die wirklich sehr ärgerlich ist, aber sie werden geliefert“, verspricht der Stadtchef tags darauf auf Nachfrage.

Auch bezüglich einer Anzahlung habe er sich informiert, diese hätte es zwar gegeben, aber nicht in der Höhe von 30.000, sondern von 8000 Euro, „und dieses Material, welches mit der Anzahlung beglichen wurde, liegt bereits im Bauhof“, erklärt Winkler.

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„Die Behauptung, wir wären insolvent, ist absolut falsch. Im Gegenteil, die letzten zwei Jahre sind die auftragsstärksten, die wir je hatten“, sagt Magnus Kessler, Geschäftsführer der Firma Ipomea, welche die Schirme liefert. Aktuell komme es zu längeren Lieferzeiten aufgrund von massiven Materialengpässen, räumt er ein, das sei auch der Stadt Kitzbühel so bereits kommuniziert worden.


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