Zusammenrücken im Außerfern: Ein Bezirk, eine Karte fürs Parken

BM Konrad wird Koordinatorin aller vier Planungsverbände im Außerfern – große Themen stehen auf Agenda.

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Das große Zusammenrücken (v. l.): Alois Rathgeb (GF GemNova), BM Martin Schädle (Grän), BM Martin Hohenegg (Ehrwald), LR Johannes Tratter, BM Wolfgang Winkler (Ehenbichl) und BM Heiner Ginther (Elmen).
© Mittermayr

Von Helmut Mittermayr

Reutte – „Vielleicht ist das ja gerade eine Sternstunde für den Bezirk Reutte, wenn wir in ein paar Jahren zurückblicken“, erklärte Landesrat Johannes Tratter Mittwochvormittag in der Wirtschaftskammer Reutte. Dort wurde das enge Zusammenrücken der vier Außerferner Planungsverbände bekannt gegeben. Laut Tratter gibt es in Tirol einige Verbände mit gleichem Ansinnen, „aber gleich ein ganzer Bezirk, da seid ihr die Ersten. Gratuliere!“

Den verbalen Blumenstrauß nahmen die Obleute der vier Planungsverbände Oberes Lechtal (BM Heiner Ginther), Tannheimer Tal (BM Martin Schädle), Zwischentoren (BM Martin Hohenegg) sowie Reutte und Umgebung (BM Wolfgang Winkler) entgegen. Die Verbände nutzen die vom Land Tirol eingeräumte und geförderte Möglichkeit zur Installation einer Koordinationsstelle. Die Jungholzer Bürgermeisterin Karina Konrad hat diese Funktion als Teilzeitjob kürzlich schon angetreten. Abgewickelt wird alles über GemNova, Tochterunternehmen des Tiroler Gemeindeverbandes. Das Land trägt zum größten Teil die Kosten.

Den vier Bürgermeistern war klar, dass die Interessen der Talschaften durchaus unterschiedlich bleiben werden. Aber jeder sei überfordert mit den vielfältigen Zusatzaufgaben der Koordination von Planungsverbänden. „Ich hatte dann zwischen 22 und 2 Uhr Früh dafür Zeit“, ließ etwa Hohenegg, Bürgermeister der zweitgrößten Außerferner Gemeinde, aufhorchen.

Nun will man schnell in die Gänge kommen und scheut auch große Aufgaben nicht. Auf der Agenda steht etwa die gemeinsame Parkraumbewirtschaftung für das ganze Außerfern. Winkler: „Das Projekt ist fortgeschritten, es wird zeitnah zu einem Ergebnis kommen.“ Dann soll das gleiche Preisgefüge an allen Parkplätzen im Bezirk gelten, egal ob am Lech oder an Parkplätzen der Skigebiete. An einem Jahresticket für den Bezirk wird gerade gefeilt.

Auch die Anstellung von Begutachtern von Zweitwohnsitzen sei ein Wunsch, deponiert Martin Schädle. Die Bürgermeister kämen so aus der Schusslinie. „Es geht nur um illegale Zweitwohnsitze“, versucht LR Tratter gleich zu kalmieren. Niemand müsse sich fürchten, es gebe „gewiss keine Hexenjagd“.


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