Unfälle auf dem Schulweg: Drei verletzte Kinder seit Schulbeginn

Die Tiroler Polizei zieht nach einem Monat eine Bilanz ihres Schwerpunkts zur Schulwegsicherheit. Und die fällt dieses Jahr zwiespältig aus.

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Ein hohes Verkehrsaufkommen im Bereich von Schulen sorgt immer wieder für kritische Situationen.
© Böhm Thomas

Innsbruck – Die unerfreuliche Nachricht vorweg: Seit Schulbeginn Mitte September sind auf Tirols Straßen drei Kinder bei Verkehrsunfällen auf dem Schulweg verletzt worden. In Innsbruck stieß am 17. September ein Radfahrer mit einem Schüler zusammen, der Bub und der Radfahrer erlitten leichte Verletzungen. Am 29. September wurde in Kirchbichl ein 10-Jähriger beim Überqueren eines Schutzweges von einem Auto erfasst und unbestimmten Grades verletzt. Leicht verletzt wurde außerdem einen Tag später ein ebenfalls zehnjähriger Schüler in Pfons, der mit dem rechten Fuß unter den Reifen eines Busses geriet.

Im Zeitraum von Mitte September bis Mitte Oktober stellte die Polizei auf den Tiroler Schulwegen insgesamt 3737 Verkehrsdelikte fest. Mit 3542 Geschwindigkeitsübertretungen ist dieses Delikt dabei der Spitzenreiter. In 13 Fällen waren Kinder im Auto nicht gesichert, in 47 Fällen war der Sicherheitsgurt nicht angelegt. 22 wurden beim Telefonieren ohne Freisprecheinrichtung erwischt, 113 fallen unter „sonstige Verkehrsdelikte“.

Laut Polizei lag der Großteil der Geschwindigkeitsüberschreitungen in einem Bereich von unter 20 km/h. Bei Schutzwegen, die von der Polizei überwacht wurden, verhielten sich die Fahrzeuglenker vorbildlich. Ohne sichtbare Präsenz der Polizei war es jedoch nicht immer so, dass den Fußgängern bzw. Kindern das Überqueren des Schutzweges mangels entsprechender „Anhaltebereitschaft“ ermöglicht wurde. Dabei verlassen sich die Kinder oft zu sehr auf „Sicherheit“ am Schutzweg und vergessen auf den so wichtigen „Links-rechts-links-Blick“. Die Kinder vertrauen darauf, dass Autofahrer ohnehin anhalten.

Problematisch ist laut Exekutive auch, dass vielfach Kinder mit dem Auto zur Schule gebracht werden und es durch das hohe Verkehrsaufkommen oft zu kritischen Situationen kommt. (TT)

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