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Landebahn in Höfen wurde zur Teststrecke

Ein Team junger Tüftler der Technischen Universität München stellte am Flughafen Höfen ihren selbst entwickelten Rennwagen auf die Probe.

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Ein Hauch von Formel-1-Atmosphäre auf dem Rollfeld in Höfen: Studenten der TU München testeten auf der Start- und Landebahn ihr selbst konstruiertes und gebautes Elektroauto „xb021“.
© Charly Winkler

Von Simone Tschol

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Höfen – Sie sind eine Gruppe junger Studenten, die trotz unterschiedlichster Studienrichtungen allesamt eine Leidenschaft verbindet: die Liebe zum Motorsport. Die Rede ist vom TUfast-Team der Technischen Universität München.

Dieses wurde 2002 als Studenteninitiative zum Leben erweckt. Den damaligen Gründern fehlte in ihrem meist theoretischen Studium die praktische Erfahrung. Das Ziel ist seither immer das gleiche: jedes Jahr einen neuen, überlegenen Rennwagen zu bauen, mit dem die Studenten auch an Wettbewerben teilnehmen. Überzeugung, Teamgeist und Engagement, gepaart mit ingenieurstechnischer Raffinesse hat bereits zu vielen Erfolgen bei internationalen Wettbewerben der „Formula Student“ geführt.

Eine Abordnung des heurigen TUfast Racing Teams war kürzlich in Höfen und nutzte die Startbahn des dortigen Flugsportvereins für letzte Testläufe ihres „xb021“. „Es sind pro Jahr rund 70 Studenten, die sich einbringen und einen neuen Rennwagen entwickeln, aufgebaut auf den Werten der Vorgängermodelle“, erklärt der technische Leiter Michael Baumgartner und fügt hinzu: „Heuer haben wir zum Beispiel erstmals auch ein System für autonomes Fahren in den elektrisch betriebenen Sportwagen eingebaut. Die Teilnahme an der Formula Student ist ein kompliziertes Unterfangen. Selbst das beste Auto scheitert ohne angemessene Finanzierung oder wenn der Herstellungsprozess zu lange dauert.“ Doch gerade das mache das Projekt perfekt für junge Ingenieure, Informatiker und Betriebswirte. Die verschiedenen Disziplinen wachsen zusammen und müssen zusammenarbeiten, um ihr maximales Potenzial in einem Jahr zu erreichen. Darüber hinaus müssen erhebliche Anstrengungen unternommen werden, um die immensen Ausgaben für Logistik und Kommunikation zu bewältigen und die Datenmengen mit Hilfe modernster Softwaretools zu sortieren.

Teammanagerin Verena Höfler hat den Kontakt ins Außerfern hergestellt. Hier seien die Bedingungen perfekt. „Es ist nicht einfach, so große Teerflächen zu finden, auf denen man einen so langen Parcours aufbauen und sich auf bevorstehende Wettkämpfe vorbereiten kann“, weiß Baumgartner.

Und auch der Obmann des Flugsportvereins, René Piechocinski, musste keine Sekunde lang überlegen, ehe er den jungen Tüftlern zusagte. „Natürlich stellen wir Startbahn und Hangar gerne dafür zur Verfügung. Das ist doch eine super Sache, wenn junge Menschen mit so viel Leidenschaft an zukunftsorientierten Lösungen arbeiten.“

Zukunftsweisend ist das Konzept allemal. Studenten ihren eigenen Rennwagen entwerfen und echte Erfahrungen sammeln zu lassen, ist auch für künftige Arbeitgeber attraktiv. Einige ehemalige Teammitglieder haben sogar ihren Traum verwirklicht und sind in Teams von Formel 1, NASCAR oder WRC Teil der Welt des Motorsports.


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