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Popcorn bis Gulasch: Palmöl in vielen „Clever"-Produkten von Billa gefunden

Viele Lebensmittel-Produkte der Billa-Eigenmarke „Clever" enthalten Palmöl.
© BARBARA GINDL

Nicht sehr „Clever": Laut einer oekoreich-Erhebung enthalten viele Lebensmittel-Produkte der Billa-Eigenmarke Palmöl – vor allem Back-, Tiefkühl- und Fertigwaren. Der Anteil liegt bei fast 25 Prozent. oekoreich spricht von einem „erschreckenden" Ergebnis.

Wiener Neudorf/Wien – Oekoreich hat das Lebensmittel-Sortiment der REWE- bzw. Billa-Eigenmarke „Clever" untersucht. Von rund 300 angebotenen Lebensmitteln sind etwa 200 für einen Einsatz von Palmöl potenziell geeignet. Tatsächlich findet sich dieses in 49 davon. Damit wird eine Quote von fast 25 Prozent erreicht, so die Bürgerinitiative am Freitag.

Laut oekoreich zeigte sich der breite Einsatz von Palmöl bei Billa in Back-, Tiefkühl- und Fertigwaren. Es findet sich genauso in Zwieback und Gemüsesuppen wie in Pfannengemüse, Carbonara-Sauce, Gulasch-Basis bis hin zu Backerbsen und Popcorn.

Nach Angaben von REWE ist „Clever" die bekannteste Eigenmarke Österreichs. Beworben wird sie unter Verweis auf „strenge interne und externe Qualitätskontrolle". Grundsätzlich setzt REWE in der Werbung stark auf Nachhaltigkeit und finanziert Aktivitäten, die ein grünes Image verschaffen sollen.

„Es ist erschreckend, wie stark REWE bei seiner Eigenmarke auf Palmöl setzt. Gerade hier hätte er die Möglichkeit darauf zu verzichten, ist er doch selbst Auftraggeber", so oekoreich-Sprecher Sebastian Bohrn Mena. Das Vorhandensein von Alternativprodukten zeige, dass es keiner Notwendigkeit, sondern offenbar schlicht der Profitmaximierung geschuldet ist. „Nur weil jemand weniger Geld hat, sollte sich die Person nicht am ökologischen Raubbau beteiligen müssen." (APA)