PCR-Testungen in Tirol: Lifebrain zieht sich vorerst zurück

Nach der Umstellung auf die verkürzte Auswertungsfrist von 24 auf 14 Stunden ist das Wiener Großlabor Lifebrain aus den PCR-Testungen in Tirol vorerst ausgestiegen. Unterdessen herrschte Covid-Alarm in der Innsbrucker Berufsfeuerwehr: Eine weitere Ausbreitung konnte verhindert werden.

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Bei der Berufsfeuerwehr gibt es einen Corona-Cluster.
© zeitungsfoto.at

Innsbruck – Die Corona-Neuinfektionen sind am Freitag in die Höhe geschnellt. Das Land Tirol hat 218 neue Fälle gemeldet – und zugleich die Erklärung dafür. An den Vortagen gab es im Schnitt immer um die 100 Infektionen, am Donnerstag wurde das Land deshalb auf Gelb – mittleres Risiko – heruntergestuft. Aufgrund einer von Mittwoch auf Donnerstag erfolgten Systemumstellung wurden zahlreiche aktiv positive Fälle nicht in der Donnerstag-Statistik angeführt, sondern erst in jener vom Freitag. Aus diesem Grund fällt die Anzahl der Covid-Infizierten höher aus.

Die Umstellung betrifft die Labore. Denn nach der Umstellung auf die verkürzte Auswertungsfrist von 24 auf 14 Stunden ist das Wiener Großlabor Lifebrain aus den PCR-Testungen in Tirol vorerst ausgestiegen. Zuvor hatte Lifebrain die neuerliche Vergabe der vier Tiroler Test-Lose wegen dieser Rahmenbedingung beeinsprucht. Alle anderen Labore wie die Virologie der Medizin-Uni Innsbruck oder die Tiroler Fachlabore haben sich angepasst. In Absprache mit dem Bund hat die Bundesbeschaffungsagentur die PCR-Leistungen neu angeboten, die Virologie übernimmt zusätzlich zu Osttirol zwischenzeitlich auch das Ober- und Unterland. Die Fachlabore sind für den Zentralraum Innsbruck zuständig.

Cluster bei der Innsbrucker Berufsfeuerwehr

Covid war in den vergangenen Tagen auch bei der Innsbrucker Berufsfeuerwehr ein Thema: Wie der stellvertretende Kommandant Hans Zimmermann bestätigt, haben sich vier bis fünf Feuerwehrmänner mit Corona infiziert: „Das ist bereits Anfang der Woche bekannt geworden.“ Für die Berufsfeuerwehr eine heikle Situation, die besondere Maßnahmen erforderte. „Aufgrund der Nähe, in der unser Dienst abläuft, ist die Ansteckungsgefahr natürlich besonders groß“, erklärt Zimmermann. Zunächst ging es darum, wer mit wem Kontakt hatte. Dann wurden nicht nur die Mitarbeiter mit K1-Status, sondern auch jene mit K2-Status für fünf Tage in Quarantäne geschickt. Außerdem wurden und werden die Feuerwehrmänner noch täglich bei Dienstbeginn getestet. „Das werden wir auch in der kommenden Woche noch so beibehalten“, erklärt Zimmermann. Die Maßnahmen waren zumindest bislang erfolgreich: „Wir hatten keine weiteren Infektionen“, sagt der stellvertretende Kommandant. Ein personeller Engpass konnte trotz Quarantäne-Maßnahmen verhindert werden.

Apropos Feuerwehr: Nach einem Corona-Fall mit Verdacht auf die Delta-Variante beim Feuerwehrfest in Bichlbach hat das Land vorsorglich einen Aufruf gestartet. Personen, die sich von 9. Oktober um 16.30 Uhr bis 10. Oktober um 1.00 Uhr dort aufhielten, werden gebeten, einen PCR-Test durchzuführen. (pn, tom)

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