In Landeck sind sieben Jobs für Ärzte zu haben

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Landeck, Zams – Die gute Nachricht zuerst: Landecks Bürgermeister Herbert Mayer hieß diese Woche die Kassenärztin bzw. Allgemeinmedizinerin Gerlinde Schnegg willkommen. In ihrer Ordination im Stadtteil Angedair überreichte er Blumen. „Ein wichtiger Schritt zur Verbesserung unserer medizinischen Versorgung ist gelungen. Zuletzt mussten sich zahlreiche Patienten einen Hausarzt in der Umgebung der Stadt und in den Tälern suchen“, zeigte Mayer auf. „Ich freue mich, nach zehnjähriger Tätigkeit in Vorarlberg wieder zurück im Oberland zu sein“, sagte die aus Imsterberg stammende Medizinerin.

Weniger gute Nachrichten gibt es zur Psychiatrie-Versorgung im Bezirk: Nachdem sich die niedergelassene Fachärztin Sonja Rapperstorfer mit 1. Oktober nach Innsbruck verabschiedet hat, ist der Andrang auf der Psychiatrie-Ambulanz im Krankenhaus St. Vinzenz sprunghaft angestiegen. „Wir spüren eine deutliche Mehrbelastung“, bestätigte Spitalsgeschäftsführer Bernhard Guggenbichler am Freitag. „Dabei sind unsere Psychiatrie-Einrichtungen ohnedies unterbesetzt. Aktuell suchen wir vier Fachärzte für Psychiatrie.“

Bei der Ärztekammer Tirol sind für den Raum Landeck derzeit drei Kassenstellen im niedergelassenen Bereich ausgeschrieben, wie Direktor Günter Atzl am Freitag bestätigte – Allgemeinmedizin, Psychiatrie und Augenheilkunde. Letztere ist seit Jahren zu haben. Gerhard Walter (69), einziger Augenarzt mit Kassenvertrag im Bezirk Landeck, hat seinen angestrebten Pensionsantritt immer wieder verschoben. Seine Bemühungen um eine Nachfolge sowie die Ausschreibung der Kammer waren bislang ohne Erfolg geblieben. „Man pendelt von Landeck zum Job in Innsbruck, aber nicht umgekehrt“, stellt Walter fest. Im März 2022, wenn er seinen 70er feiert, möchte er „dann schon gerne aufhören“. Einen letzten Kompromiss würde er machen, wenn sich im Laufe des Jahres ein Nachfolger findet. „Sollte dieser im Oktober einsteigen, würde ich bis dahin bleiben.“ (hwe)

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