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Umbau am Bahnhof Telfs-Pfaffenhofen: Infrastruktur für Gemeinden teuer

Bis Ende 2022 wird der Bahnhof Telfs-Pfaffenhofen barrierefrei umgebaut. Um WC, Warteraum und Verkaufsflächen mussten Gemeinden kämpfen.

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So soll der meistfrequentierte Bahnhof des Oberlands künftig aussehen.
© Visualisierung ÖBB

Telfs, Pfaffenhofen – Zwei neue Liftanlagen, eine zeitgemäße Personenunterführung, drei überdachte Bahnsteige: Der Bahnhof Telfs-Pfaffenhofen steht vor einem umfassenden barrierefreien Umbau. Zur Neugestaltung zählen u. a. auch ein überdachter Übergang vom bereits 2019 eröffneten Parkdeck mit knapp 300 Stellplätzen zum Bahnhof, eine „Bike&Ride“-Anlage für insgesamt 80 Räder sowie 20 einspurige Fahrzeuge, ein taktiles Wegleitsystem oder Monitore mit Echtzeitinformationen. Die Gesamtinvestitionssumme liegt bei ca. 17,1 Mio. Euro, halbiert zwischen ÖBB und Land Tirol.

Am Donnerstagabend fasste der Telfer Gemeinderat (bei zwei Enthaltungen der ÖVP) den Grundsatzbeschluss für den Vertrag mit ÖBB, Land und Pfaffenhofen als Standortgemeinde. BM Christian Härting (Wir für Telfs) fand dabei auch kritische Worte, nannte die mehrjährigen Verhandlungen mit den ÖBB „schwierig“ und „kompliziert“: Zwar sei Telfs-Pfaffenhofen der meistfrequentierte Bahnhof im Oberland, liege aber unter 6000 Ein- und Ausstiegen täglich und sei damit nach den Kriterien der ÖBB kein Hauptverkehrsknoten. „Das hätte geheißen: kein WC, kein beheizter Warteraum, kein Nahversorger“ – alles Infrastruktur also, die es bisher gab.


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