Seats E-Scooter Mó: Zweirädriger Spanier unter Strom

Seats Ingenieure dachten sich: Warum nur Autos bauen? Mit dem Mó rollen die Spanier ihren ersten E-Scooter zu den Händlern.

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Mit einer Dauerleistung von 7 kW und einer Spitzenleistung von 9 kW sowie einem Gewicht von 152 kg spielt man durchaus in der A1-Liga mit.
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Von Lukas Letzner

Innsbruck – Urbane Mobilität muss in der Zukunft nicht mehr ausschließlich auf vier Rädern passieren. Das hat sich zumindest die spanische VW-Tochter Seat gedacht und rollt deshalb mit dem Seat Mó 125 künftig mit nur zwei Rädern durch unsere Städte. Noch dazu rein elektrisch. Wir waren also sehr gespannt, als wir den Seat Mó 125 in Empfang nehmen durften.

Rein optisch präsentiert sich der Elektro-Floh dank der Voll-LED-Scheinwerfer, des kreisrunden Tagfahrlichts und des auffällig verbauten Akkus als sehr futuristisch. Die rote Lackierung tut ihr Übriges. Das Erste, was auffällt, wenn man den Mó sattelt, ist, dass er mit seinen 152 Kilogramm kein Leichtgewicht ist. Das ist natürlich der Batterie geschuldet, die allerdings recht tief im Fahrzeug verbaut ist und so den Schwerpunkt unten hält. So bleibt der Scooter – nicht zuletzt dank der typischen Bereifung – recht wendig. Das Rangieren wird außerdem durch einen Rückwärtsgang sehr erleichtert. Damit man immer die entsprechende Kraft abrufen kann, verfügt der E-Scooter über drei unterschiedliche Fahrmodi. Wer im Sport-Modus unterwegs ist, ruft am meisten Kraft ab, was natürlich zulasten der Reichweite geht. Außerdem merkt man die Rekuperation beim Vom-Gas-Gehen doch sehr stark. Wer lieber genüsslich durch die Stadt gleiten will – und da fühlt sich der Mó schließlich am wohlsten –, der sollte im City-Modus bleiben. Rekuperiert wird dann nur, wenn man die Bremse betätigt. Wer Wert auf Reichweite legt (100 km sollten aber immer machbar sein), der sollte zum Eco-Modus greifen.

Ein echtes Highlight ist der Akku. Er lässt sich ausbauen und kann wie ein Trolley mitgenommen werden. So lässt er sich recht einfach an der Haushaltssteckdose laden (eine Ladung dauert zwischen sechs und acht Stunden) und kann außerdem als gigantische Powerbank verwendet werden. Preislich beginnt das elektrische Vergnügen ab 6699 Euro.

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