Erstmals 200 Frauen an der Spitze der österreichischen Gemeinden

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Die Lienzer Ortschefin Elisabeth Blanik (SPÖ) ist eine von 200 Ortschefinnen in Österreich.
© TT/Rudy De Moor

Wien – Erstmals erreicht die Anzahl der österreichischen Bürgermeisterinnen die 200er-Marke. Das berichtet der Gemeindebund in einer Aussendung. Mit Margit Wennesz-Ehrlich (ÖVP) aus Oslip im Burgenland wurde die 200. Gemeindechefin am Freitag, 15. Oktober, vom Gemeinderat gewählt. Damit stehen Frauen derzeit 9,5 Prozent der insgesamt 2.095 Kommunen in Österreich vor.

Damit zeigt sich ein Trend nach oben: Vor zehn Jahren lag der Frauenanteil unter den Bürgermeistern mit 119 von 2.357 bei nur fünf Prozent, vor fünf Jahren standen 146 Bürgermeisterinnen den österreichischen Gemeinden vor - ein Anteil von sieben Prozent von damals 2.100 Kommunen. "Natürlich gibt es noch Luft nach oben, doch wie die Zahlen zeigen, sind wir am richtigen Weg", erklärt Gemeindebund-Präsident Alfred Riedl. "Frauen in kommunalen Führungspositionen setzen ein wichtiges Zeichen für die Gleichberechtigung in diesem Land und motivieren auch andere Frauen, sich mehr zuzutrauen."

Niederösterreich führt derzeit im Bundesländervergleich mit 75 Bürgermeisterinnen, 47 sind es in Oberösterreich. In der Steiermark gibt es aktuell 22 weibliche Bürgermeister, in Tirol 17 und im Burgenland sind es 14. Kärnten hat derzeit 10 Ortschefinnen zu verzeichnen, nur in Salzburg und Vorarlberg sind es noch weniger mit neun bzw. sechs Bürgermeisterinnen. (APA)

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