Schwaz löste die Handbremse zu spät, hofft aber weiter auf den Aufstieg

Bei der Rückkehr auf das internationale Parkett verlor Schwaz Handball Tirol am Samstag im EHF-Cup-Hinspiel gegen Famagusta (CYP) 24:27 (12:15). Für das Rückspiel haben Wanitschek und Co. Lunte gerochen.

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Michael Miskovez (o.) schraubte sich gegen die Famagusta-Deckung in die Höhe.
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Von Benjamin Kiechl

Schwaz – Endlich war es wieder so weit. Nach zehn Jahren Wartezeit und als Belohnung für die starke Saison trat Sparkasse Schwaz Handball Tirol am Samstag wieder auf die internationale Bühne. Mit der zypriotischen Spitzenmannschaft Famagusta trafen die Tiroler in der 2. Runde des EHF European Cups auf einen unangenehmen Gegner – das war bereits nach wenigen Spielminuten in der Osthalle klar. Gegen den Halbfinalisten der Vorsaison mussten sich die Adler mit 24:27 (12:15) geschlagen geben. Der Aufstieg ist aber noch lange nicht abgehakt, für das Rückspiel am 23. Oktober ist noch alles drin.

Mit angezogener Handbremse und Respekt zogen die Tiroler vor Heimpublikum in die Handball-Schlacht gegen den schwer auszurechnenden Gegner. „Wir haben schon gewusst, was uns erwartet, aber wir mussten uns erst reinkämpfen in das Spiel“, analysierte Trainer Frank Bergemann nach einem schlechten Start ins Match. Alexander Wanitschek und Co. liefen von Beginn an einem Rückstand hinterher. Während die Tiroler zwei Siebenmeter vergaben und ihre Chancen nicht nützten, ging den Gästen das Spiel leichter von der Hand.

Schwaz-Coach Frank Bergemann (r.) blickte etwas ratlos, für das Rückspiel am 23. Oktober sei aber noch alles drin.
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Die Zyprioten saßen fest im Sattel: Famagusta-Goalie Christophoros Nungovitch zeigte mit überragenden Paraden auf, auch die Deckung des Gegners war in der ersten Spielhälfte kaum zu knacken. Der 12:15-Rückstand zur Pause war ein Weckruf. „Die zweite Halbzeit haben wir wesentlich besser gestaltet. Wir haben als Mannschaft agiert und die Lücken in der Abwehr gefunden“, meinte Bergemann.

Routinier Gerald Zeiner, der mit vier Toren nach Balthasar Huber (5) der zweitbeste Werfer war, will die richtigen Schlüsse aus dem Hinspiel ziehen. „Die ersten 15 Minuten waren nicht gut: Viele Ballverluste, zu verhalten, zu viel Respekt“, sagte der 33-jährige ÖHB-Kapitän.

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Nun heißt es aufstehen und Krönchen richten: „Wir haben eine gute Deckung gespielt“, strich Zeiner hervor. Mit einer besseren Chancenauswertung und einem konzentrierten Spiel sei der Aufstieg noch drin, meinte der Spielmacher mit Blick auf das Rückspiel.

Coach Bergemann holte seine Mannschaft nach der Schlusssirene zu sich und will die Niederlage rasch aus den Köpfen bekommen „Ich bin positiv gestimmt, dass wir uns nächste Woche sehr gut präsentieren werden!“

Am Mittwoch wartet in der Liga Tabellenführer Fivers, ehe es am Samstag auf Zypern um den Aufstieg in die 3. Runde geht. Die Tiroler haben Lunte gerochen.

Wanitschek und Co. bissen sich am überragenden Famagusta-Torhüter Christophoros Nungovitch die Zähne aus.
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