Sellrain und ein neuer Ort der Gemeinschaft
Kindergarten und -krippe finden im neuen Mehrzweckgebäude ebenso Platz wie die Musikkapelle und das Theater.
Sellrain – Großer Freudentag für das kleine Sellrain: Am Freitagnachmittag wurde das neue, an die Volksschule angebaute Mehrzweckgebäude feierlich eröffnet – eine Art modernes Dorfzentrum: Dieses umfasst u. a. Kindergarten und -krippe, ein Probelokal und Aufenthaltsräume für die Musikkapelle, Räumlichkeiten für den Theaterverein (der zuvor nicht ohne Grund „Heimat Lose Bühne“ geheißen hatte) sowie einen Turn- und Mehrzwecksaal samt Bühne, der in Sellrain endlich wieder Veranstaltungen ermöglicht.
Bis dahin war es ein langer, oft steiniger Weg, wie BM Georg Dornauer in seiner Ansprache klarmachte: Vor exakt elf Jahren, bei einem Vereinsstammtisch, hatte der Wunsch nach einem „Ort des Zusammenkommens“ Gestalt angenommen. Das Großprojekt wurde in der Folge noch vom damaligen Ortschef Norbert Jordan – für den es beim Festakt viel Applaus gab – bauverhandelt. Doch dann warf die Unwetterkatastrophe 2015, die auch die Volksschule beschädigte, das Vorhaben zurück. Im November 2018 gelang dann aber der Baubeginn, im April 2020 zogen Kindergarten und Krippe ein – die offizielle Eröffnung erfolgte, Corona geschuldet, erst jetzt. Großen Dank sprach Dornauer dem für Gemeinden zuständigen LR Hannes Tratter aus: Die Gesamtkosten von ca. 5 Mio. Euro wurden schließlich fast zur Gänze vom Land getragen.
Zur Eröffnung mit Abordnungen von Land, Nachbargemeinden und Vereinen wurde alles aufgefahren: ein landesüblicher Empfang, Gesangs- und Tanzeinlagen der Kindergarten- und Volksschulkinder und eine Aufführung der neu benannten Melachbühne. (md)