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Tiroler Arzt behandelte Hitler und wurde zum Suizid genötigt

Historiker Stefan Dietrich fand viele Indizien, die ein Gerücht bestätigen: Rudolf Priester musste sterben, weil er den „Führer“ einen Narren nannte.

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Priester war Bahnarzt und wurde geholt, da sich der Führer in einem Ausnahmezustand befand. HIer mit seiner Frau und der Tochter.
© Familienfoto

Von Alexandra Plank

Innsbruck – Das traurige Schicksal des Arztes Rudolf Priester ist vielen Innsbruckern vom Hörensagen bekannt. Die Erzählung geht so: Adolf Hitler reiste im Herbst 1940 mit dem Zug durch Tirol, um sich mit Benito Mussolini zu Verhandlungen auf dem Brenner zu treffen. Da der Diktator sich offenbar in einer körperlichen oder psychischen Ausnahmesituation befand, wurde Priester gerufen. Er gab dem „Führer“ eine Beruhigungsspritze, da dieser tobte.

In vertrautem Kreis schilderte der überzeugte Nationalsozialist das verstörende Erlebnis. „Ich habe bisher nicht gewusst, dass wir von einem Narren regiert werden“, soll er laut Aussagen eines Zeitzeugen gesagt haben. Der Vorfall verbreitete sich wie ein Lauffeuer in Innsbruck.


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