Projekt für Schulweg im Bezirk Imst wird ausgeweitet

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Der Schulweg zu Fuß hat auch eine soziale Komponente.
© VS Mieming

Imst – Dass der Schulweg wieder ein „Begegnungs- und Bewegungsraum“ wird, dafür steht das Projekt „Schulweg ist Fußweg“, das 2018 in der Bezirkshauptstadt Imst erfolgreich eingeführt wurde. Nun arbeitet die „Klima- und Energiemodellregion (KEM) Imst“ an der Ausdehnung dieses Modells auf den ganzen Bezirk Imst inklusive Wildermieming (Bezirk Innsbruck Land, aber Teil der KEM Imst), berichtet KEM-Managerin Gisela Egger.

2018 hatten auch in der Stadt Imst die Elterntaxis überhandgenommen und prägten das Straßenbild im direkten Schulumfeld. Gemeinsam hatten daher das Projekt „Miteinand in Imst“ und der Verein Regio Imst die Aktion „Schulweg ist Fußweg“ ins Leben gerufen. Das Konzept: Schüler erhalten je einen Punkt pro zu Fuß zurückgelegtem Schulweg. Für den Schulbus gibt es einen halben Punkt. Am Ende des Schuljahres werden die Punkte in Euro umgewandelt und landen als Beitrag in der Klassen- bzw. Schulkasse. „Das Projekt war in Imst ein voller Erfolg. Die über 500 Schülerinnen und Schüler legten den Schulweg zu fast 80 Prozent zu Fuß zurück“, berichtet Egger. Höhepunkt war aber der Anerkennungspreis des Verkehrsclubs Österreich (VCÖ) im Jahr 2020.

Mittlerweile nehmen bereits die Volksschulen Rietz, Barwies, Untermieming, Obsteig und Mötz aktiv am Projekt teil, das nun über die KEM-Region ausgerollt wird. Unterstützt wird das Projekt auch durch die jeweiligen Gemeinden. Das Plakat zum Punktesammeln und den Infofolder für Eltern stellt die KEM. Das Preisgeld wird jeweils am Schuljahresende ausbezahlt. (TT)


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