Uber kritisiert Taxlerprüfung: Weniger Service zu höheren Preisen

Der Uber-Österreich Chef beklagt den Fahrermangel – demnach hätten 80 bis 90 Prozent der Mietfahrer seit der Umstellung auf den Taxischein keine Fahrerlaubnis erworben, mehr als 60 Prozent seien arbeitslos. Als Hauptgrund dafür sieht er die „übertriebene Prüfung der Ortskenntnis".

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(Symbolbild)
© Reuters/Lucy Nicholson

Wien/San Francisco – Über die vergangenen Monate war das System am Limit, das Service nicht mehr so zuverlässig wie früher, die Wartezeiten zu lange, die Bedingungen nicht transparent – so die harte Kritik von Uber Österreich-Chef Martin Essl an der derzeitigen Situation am Taximarkt. Wichtigster Auslöser der Probleme sei der große Mangel an Fahrern, hervorgerufen durch eine nicht mehr zeitgemäße strenge Prüfung der Ortskenntnisse.

80 bis 90 Prozent der Mietfahrer hätten seit Umstellung auf den Taxischein mit Jahresbeginn 2021 keine Fahrerlaubnis erworben, über 60 Prozent von ihnen seien arbeitslos. Essl hofft auf eine Nachschärfung des Gelegenheitsfahrgesetzes, und dies müsse rasch kommen, weil es fast ein dreiviertel Jahr dauere bis ein Taxifahrer seine Prüfung abgeschlossen hat. Die Kosten für den Schein würden bei 500 Euro liegen.

Die Ortskenntnisse, die auf mehreren Dutzend Seiten abgefragt würden, sind für Essl eine übertriebene Hürde – wo es doch ohnehin in jedem Auto bereits ein Navigationsgerät gibt. Er vermutet, dass diese Vorgaben auch dazu geeignet sind, den etablierten Markt gegen Konkurrenz abzuschotten.

Uber fährt in Wien, Graz und Salzburg, angeboten werden vorbestellte Fahrten zu einem im Voraus fixierten Pauschalpreis. Die Zusammenlegung des Taxi- und Mietwagengewerbes, auch bekannt als „Lex Uber", trat heuer zu Jahresbeginn in Kraft. Alle Fahrer müssen nun einen Taxischein besitzen. (APA)

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