Tiroler Museumspreis 2020: Auszeichnung für Museum „rundumthaur"

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Das Museum „rundumthaur“ bietet Einblick in 6000 Jahre Siedlungsgeschichte des Ortes.
© Bertsch

Innsbruck – Der Tiroler Museumspreis 2020 wurde gestern Abend offiziell verliehen. Landesrätin Beate Palfrader (ÖVP) übergab ihn – später als gedacht, fiel die Verleihung doch letztes Jahr Corona-bedingt aus – an den Verein Chronos Thaur als Betreiber von „rundumthaur“. 2018 eröffnete der Verein für Dorfgeschichte unter Obmann Josef Bertsch im neu errichteten „Romediwirt“ sein Museum. Bereits seit Anfang der Nullerjahre arbeitet der Verein an der Öffnung der naheliegenden Thaurer Ruine für das Publikum.

Den mit 6000 Euro dotierten Museumspreis erhält „rundumthaur“ explizit für das Projekt „LVISE“, das in Zusammenarbeit mit dem Wiener Künstler Rainer Prohaska realisiert wurde.

Ausgangspunkt ist Prohaskas künstlerisches Konzept einer fiktiven Grabung, bei der Kunstwerke der Sammlung Luise von Savoyen aus dem Besitz von Kaiser Max entworfen, angefertigt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Chronos Thaur knüpfte daran an und ermöglichte dem Künstler eine reale archäologische Grabung innerhalb der Vorburg, bei der über Prohaskas Projekt hinaus u. a. Reste einer Badestube aus der Zeit Maximilians I. freigelegt werden konnten. Für einige Monate war die Grabungsstelle offen und konnte in Führungen begangen werden.

Der Tiroler Museumspreis wird jährlich auf Vorschlag des Kulturbeirates vergeben. 2019 ging er an das Museum im Ballhaus Imst. (TT)


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