Festival mit visueller Botschaft: 20 Jahre Nature Film Festival Innsbruck

Auch nach 20 Jahren beeindruckt das Nature Film Festival Innsbruck mit faszinierenden Beiträgen.

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Katja Trippel, Kuratorin des Nature Film Festivals Innsbruck, erzählt bei „Tirol Live“ von den spannenden Projekten, die nun zu sehen sind.
© tirol.tv

Innsbruck – Sie regen zum Nachdenken an, sind sachlich, aber auch schockierend, faszinierend und manchmal einfach nur schön: Beim 20-Jahr-Jubiläum des internationalen Nature Film Festivals in Innsbruck ist für jeden Geschmack etwas dabei. „Jede Filmemacherin und jeder Filmemacher hat eine eigene Message, eine Handschrift und ein eigenes Bild, das gezeigt wird – das ist so vielfältig und faszinierend“, sagt Kuratorin Katja Trippel im „Tirol Live“-Gespräch.

Insgesamt 340 Filme wurden aus über 40 Ländern eingereicht. 50 davon wurden in einer Vorauswahl fürs Festival auserkoren. In den kommenden Tagen legt die Jury die Gewinner der Kategorien „Natur“, „Umweltdokumentation“, „Kurzfilme“, „Animationsfilme“ und „Junge Talente“ fest. „Die Sieger der Kategorie ‚young talents‘ werden gemeinsam mit der Tiroler Tageszeitung ausgewählt“, verrät Trippel.

📽️ Video | Katja Trippel in „Tirol Live"

Zu sehen sind die Filme im Metropolkino Innsbruck. „Im Anschluss können auch Fragen an die Filmemacher gestellt werden oder teils geben Wissenschafter der Uni Innsbruck Einblicke, was die Forschung zu gewissen Themen sagt“, erklärt die Kuratorin. Das Festival ist seit dem Start durch Initiator Landesumweltanwalt Johannes Kostenzer sehr gewachsen. „Die Idee ist, wir zeigen nicht nur Problemfilme, sondern wir zeigen auch, wie schön die Natur ist oder wie faszinierend Tiere sind“, erklärt Trippel. Vom Landwirt, der nach einer Vergiftung durch Pestizide vom konventionellen Weizenanbau auf Bio umstellt, bis zum Beitrag über den Inn oder über Füchse ist alles dabei.

Aber was können solche Filme bewirken? „Es geht darum, Bewusstsein zu schaffen, dass wir ein Teil der Natur sind. Die Filme haben eine visuelle Sprache, die jeder versteht.“ Laut Trippel bewegt sich in Sachen Klimaschutz viel zu wenig. „Mein Gefühl ist, dass die Menschen viel weiter sind als diejenigen, die die Entscheidungen fällen. Deshalb braucht es Druck.“ (TT)


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