„Care Management" in Imst: Professionelle Beratung zum Pflegeangebot

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Am Montag wurde das Projekt „Care Management“ im Bezirk Imst vorgestellt. Es wird bis Anfang 2023 auf ganz Tirol ausgeweitet.
© Paschinger

Imst – Geht es an die Pflege von Personen, dann drängt oft die Zeit. Damit Betroffenen wie Angehörigen möglichst rasch und effektiv durch den „Dschungel“ der Angebote und eingebundenen Stellen geholfen und für sie das richtige Modell gefunden werden kann, hat das Land das „Care Management Tirol“ eingerichtet. Mittlerweile in Landeck, Imst, Reutte und Kufstein bereits voll im Einsatz, arbeitet man an einer Ausdehnung des Projektes auf ganz Tirol. Koordinatorin Gabi Schiessling rechnet mit einer Komplettabdeckung des Bundeslandes „Ende 2022, Anfang 2023“. 700.000 Euro nimmt das Land dafür jährlich in die Hand.

Von den rund 61.000 Imstern seien 4800 Personen älter als 75 Jahre, berichtet etwa Gesundheitslandesrätin Annette Leja. Darunter gebe es 2500 Pflegegeldbezieher. „80 Prozent wollen, wenn es möglich ist, zu Hause gepflegt werden“, erklärt Leja. Angebote gibt es im Bezirk einige: So stehen zehn Heime zur Verfügung und neun Sozial- und Gesundheitssprengel leisten allein in der mobilen Pflege 86.000 Stunden.

Seit dem 1. Jänner dieses Jahres stehen im Bezirk zwei Care-Managerinnen parat, um als Drehscheibe der verschiedenen möglichen Angebote zu agieren: Maria Kerer und Alexandra Stuc kommen beide aus der Pflege und wissen um die Bedürfnisse und Angebote im Bezirk Bescheid. Sie können per E-Mail care.imst@liv.tirol oder telefonisch über 0664/1177 457 bzw. 0664 /1177 456 erreicht werden. „Sie machen auch Hausbesuche, wenn es etwa gilt, die komplexen familiären Verhältnisse abzuklären“, schildert Schiessling.

Derzeit wird an der Umsetzung in den Bezirken Schwaz und Kufstein gearbeitet. Ab dem Frühjahr wird das System auf die Bezirke Innsbruck, Innsbruck-Land und Osttirol ausgeweitet. (pascal)

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