Auch mit 3G: Seilbahner starten optimistisch in den Winter

Noch gibt es keine Verordnung, beim Verkauf von Saisonkarten werde die 3G-Regel kommuniziert, erklärt der oberste Seilbahner Franz Hörl.

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Die Seilbahner rechnen mit einer guten Wintersaison, auch wenn es derzeit noch keine Covid-19-Verordnung gibt.
© Kristen

Wien, Zell am See – Nach dem Corona-bedingten Totalausfall der vergangenen Wintersaison will die Tourismusbranche den heurigen Winter mit der „3-G-Regel“ durchziehen und Urlaub möglich machen. Allerdings ist die Saison „mit großen Unsicherheiten“ behaftet. Die Öffnung der Skigebiete hat bereits begonnen. Mit der 3-G-Regel – geimpft, genesen oder getestet – in Hotels und Gastro sowie an den Skiliften, der FFP2-Maskenpflicht in den Gondeln, Après-Ski nach den Bestimmungen der Nachtgastronomie, also „2 G“ (geimpft oder genesen), und großzügigen Stornobedingungen will man den Urlaubern den Winter schmackhaft machen.

Indes gehen in Österreich die Infektionszahlen derzeit wieder steil nach oben. In der Winterdestination Salzburg ist die Corona-Ampel erst kürzlich auf Rot („sehr hohes Risiko“) gesprungen, im noch stärkeren Winterziel Tirol zeigt sie Gelb („mittleres Risiko“), so auch in Vorarlberg und im Osten Österreichs. In den restlichen Bundesländern steht die Ampel auf Orange („hohes Risiko“). Die aktuelle Buchungslage ist aber Branchenstimmen zufolge gut. Die Urlauber entschieden sich jedoch extrem kurzfristig und erhielten recht großzügige Stornomöglichkeiten, berichtete Fritz.

Ungewiss ist derzeit auch noch, wie genau die 3-G-Regel beispielsweise bei den Seilbahn- und Liftbetrieben im Detail abgewickelt werden soll – die Vorgaben hat die Regierung vor mehr als vier Wochen grob umrissen, die entsprechende Covid-Maßnahmenverordnung liegt aber noch nicht vor. Fix ist etwa die FFP2-Maskenpflicht in Gondeln, die wie öffentliche Verkehrsmittel behandelt werden und ohne jegliche Kapazitätsbeschränkungen, also voll befüllt, fahren dürfen.

„Uns sind ein bisschen die Hände gebunden – wir wollen 3 G machen und stehen in den Startlöchern“, erklärte der Obmann des Fachverbands der Seilbahnen in der Wirtschaftskammer Österreich (WKO) und ÖVP-Nationalratsabgeordnete Franz Hörl. Der Verkauf der Saisonkarten laufe seit 1. Oktober – den Kunden werde kommuniziert, dass sie die 3-G-Regel erfüllen müssten. Strittig ist nun etwa, wer deren Einhaltung wann überprüft. „Die Kontrolle kann bei den Liftbetreibern nur über den Verkauf erfolgen“, bekräftigte Hörl den Standpunkt der Branche. Besagte Verordnung für den Wintertourismus verzögert sich, da sie mit den Vorgaben für die geplante 3-G-Regel am Arbeitsplatz gekoppelt ist. Trotz des Wartens auf die Details der Verordnung für den Winter blickt Hörl optimistisch in dessen Richtung, nicht zuletzt wegen der erfreulichen Bilanz der abgelaufenen Sommersaison. (APA)


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