Innsbruck droht Staukollaps: Wieder Demo durch Innenstadt

Fridays For Future veranstaltet am Freitag einen Demozug durch die Innsbrucker Innenstadt. Die Polizei rät Autofahrern, das Zentrum zu meiden.

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Am Freitag ziehen voraussichtlich 3000 bis 4000 Klimaschützer durch Innsbruck. Die Polizei rät Autofahrern, die Innenstadt zu meiden.
© Rudy De Moor

Von Thomas Hörmann

Innsbruck – Am kommenden Freitag wird’s vermutlich eng in der Innsbrucker Innenstadt. Zumindest dann, wenn – wie von den Veranstaltern erwartet – tatsächlich 3000 bis 4000 Menschen an der Fridays-For-Future-Demo teilnehmen. „Bei dieser Anzahl müssen wir mit massiven Verkehrsbehinderungen vor allem im Innsbrucker Zentrum rechnen“, warnt Reinhard Moser, Chef der Innsbrucker Verkehrspolizei: „Wer in der Mittagszeit nicht dringend in die Stadt muss, sollte den Bereich meiden.“ Betroffen seien nicht nur Autofahrer. „Auch für Busse und Straßenbahnen wird es zeitweise kein Durchkommen geben.“

Ausgangspunkt der Kundgebung ist der Vorplatz des Landestheaters am Rennweg: Dort werden bereits ab elf Uhr eine Bühne und der Infostand errichtet. Die eigentliche Demonstration für den Klimaschutz beginnt vor dem Landestheater um 12.15 Uhr. In der Folge werden die Teilnehmer zu Fuß mehrere Kilometer durch die Innsbrucker Innenstadt ziehen. Zunächst geht’s durch die Herrengasse zum Herzog-Otto-Ufer, dann über Markt- und Burggraben in die Museumstraße. „Bei den vielen Teilnehmern wird dieser Streckenabschnitt wohl in beide Richtungen gesperrt sein“, sagt Moser: „Betroffen sind besonders in der Museumstraße vor allem die Öffis.“

In der Folge führt die Route über Brunecker Straße und Hauptbahnhof in die Salurner Straße, die Maria-Theresien-Straße, die Anichstraße, die Bürgerstraße und den Innrain. Dann geht es über das Herzog-Otto-Ufer und die Herrengasse zurück zum Landestheater. Dort wird die Veranstaltung mit DJs, Bands und Rednern ab 14 Uhr fortgesetzt. Gegen 18 Uhr soll dann Schluss sein.

Die Autolenker, die die Wege der Demonstranten kreuzen, müssen sich in Geduld üben. „Inklusive Absicherungsmaßnahmen dauert es etwa eine halbe Stunde, wenn 3000 bis 4000 Menschen eine Kreuzung überqueren“, weiß Moser aus Erfahrung. Der Polizeioffizier geht davon aus, dass auch die eigentlich nicht betroffenen Nebenstraßen vom Ausweichverkehr rasch verstopft sein werden. In St. Nikolaus und Mariahilf rechnet Moser ebenfalls mit umfangreichen Staus: „Weil zeitweise die Innbrücke für den motorisierten Verkehr zu sein wird. Aber vielleicht kommen ja deutlich weniger Teilnehmer, dann wird’s halb so wild.“

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Die Route für den Demozug am Freitag ist eigentlich nur der Plan B der Veranstalter. Ursprünglich wurde angedacht und auch bei den Behörden beantragt, mit Fahrrädern auf der Autobahn zwischen den Zufahrten Innsbruck-Mitte und Innsbruck-West auf den drohenden Klima-Kollaps aufmerksam zu machen. Asfinag und Verkehrsbehörden befürchteten allerdings zunächst einmal einen Verkehrskollaps, der Auswirkungen auf weite Teile Tirols haben könnte. Zumal auch die Herbstferien beginnen. In der Folge wurde den Veranstaltern für den Demozug auf der Inntal-Autobahn die Genehmigung verweigert.


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