Aufatmen bei Tirols Touristikern: Ein Sommer wie damals

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Weniger Urlauber-Ankünfte, aber dank längerer Aufenthalte mehr Nächtigungen und Umsätze: Das Land sieht Tirol auf gutem Weg.
© Böhm

Innsbruck – Reiseverbote und zwei lange Lockdowns hatten den Tiroler Tourismus seit Ausbruch der Corona-Pandemie vor über eineinhalb Jahren hart getroffen. Die in wenigen Tagen zu Ende gehende Sommersaison (Mai bis Oktober) lässt die Touristiker aber aufatmen: Auch im September kamen mit knapp 937.000 um 21 Prozent mehr Urlauber als vor einem Jahr. Die Nächtigungen legten mit 4,29 Millionen um fast 20 Prozent zu, sie lagen aber auch um 7,6 Prozent über dem Vorkrisenjahr 2019 – und das, obwohl die Ankünfte um 3,7 Prozent niedriger lagen. In Summe liegt die Sommersaison bis Ende September mit 17,52 Millionen Nächtigungen um knapp 19 Prozent besser als im Vorjahr, aber noch um 11,7 Prozent unter dem Vergleichszeitraum 2019.

„Schon die Zahlen vom August haben bestätigt, dass der Tourismus wieder enorm an Fahrt aufgenommen hat. Das untermauert die ungebrochene Anziehungskraft Tirols für Menschen aus nah und fern“, freut sich LH Günther Platter. Der Fokus bleibe auf dem neuen Tiroler Tourismusweg, und dieser bedeute: „Wir wollen vor allem ein ,Besser‘ statt ein ,Mehr.‘“ Dass man mit weniger Gästen, die aber mit 4,1 statt 3,6 Tagen im Schnitt länger geblieben seien, mehr Nächtigungen und vor allem auch Umsätze erreicht habe, sei genau das Ziel, so Platter und MCI-Tourismus-Leiter Hubert Siller. Es gehe um „Wert statt Menge“. Diese Entwicklung helfe den Betrieben, die weniger Wechsel haben, und reduziere auch den An- und Abreiseverkehr, sagt Tirol-Werbung-Chef Florian Phleps.

Laut Platter haben sich die großen Anstrengungen der Tourismusbranche für eine sichere Sommersaison bewährt. Jetzt gelte es den Fokus mit weiteren Maßnahmen nach dem Totalausfall im Vorjahr auf die bevorstehende Wintersaison zu legen. (TT)

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