Marvel R Electric: Chinese segelt unter britischer Flagge

MG liefert die nächste Modellpaletten-Erweiterung. Dieses Mal ist es der Marvel R Electric, ein Strom-SUV, der auf die Oberklasse abzielen soll.

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MG Marvel R Electric: Batteriestrom-SUV, entweder zweimotorig mit Heck- oder dreimotorig mit Allradantrieb. 180 oder 288 PS.
© MG Motor

Von Beatrix Keckeis-Hiller

Trausdorf – MG Motor lässt nichts anbrennen. Die unter chinesischen Vorzeichen wiederbelebte britische Marke mit sportlichem Traditions-Hintergrund liefert in rascher Abfolge ein Modell nach dem anderen. Aktuell steht der Marvel R Electric am Start, ein mittelgroßer SUV, mit, wie der Name schon sagt, Strom-Antrieb. Damit lassen die Chinesen auch nichts (mehr) – Benzin oder gar Diesel – verbrennen. Ausnahme bisher ist ohnehin einzig der EHS Plug-In-Hybrid, die Nummer zwei im Portfolio. Er folgte auf den (frisch face- und technikgelifteten) vollelektrischen ZS, das ist jenes Modell, mit dem MG Motors in Österreich debutiert hatte.

Was alle drei gemeinsam haben, ist die Platzierung im unverändert Erfolg versprechenden SUV-Segment. Nur legt‘s der Marvel, der die beabsichtigte Fabelhaftigkeit mit seinem Namen schon unmissverständlich indiziert, eine Nummer größer an: mit einer Außenlänge von knapp 4,7 Metern und 2,8 Metern Radstand. Das geht zwar einher mit einem recht klein wirkenden Basiskofferraum mit 357 Litern Volumen, der jedoch auf passable 1396 Liter erweitert werden kann. Dazu serviert MG reichlich Serien-Ausstattung, die unter anderem Voll-LED-Scheinwerfer, Klimaautomatik und ein Panorama-Glasschiebendach inkludiert. Dazu kommen kann Leder-/Alcantara-Möblierung mit Vordersitz-Heizung und -Belüftung sowie ein hochklassiges Soundsystem.

In jedem Fall enthalten ist ein volldigitales Cockpit mit 12,3-Zoll-TFT-Display plus hochkant gestelltem 19,4-Zoll-Touchscreen fürs Infotainmentsystem. Das spielt so viele Stückeln, dass man sich vor Fahrtantritt damit beschäftigen sollte, um alle Funktionen zu überblicken.

Doch geht es nicht um den Wohnraum allein: Ins Kapitel Fortbewegung stellt man wahlweise zwei E-Motoren für Heckantrieb oder drei E-Aggregate für Allradantrieb. Erstere Konstellation ergibt 180 PS (und 410 Nm) Spitzenleistung. In zweiterer Variante, tituliert als Performance, summiert sich das auf 288 PS (und 665 Nm), wozu sogar ein Launch Control-System gehört. In beiden Leistungsklassen hat die Speicherbatterie 70 kW Kapazität.

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Wer weniger Power und Zweimotorigkeit wählt, der bekommt nicht nur mehr Reichweite – 402 Kilometer statt 370 –, sondern auch mehr Stauraum, denn dann bleibt unter der Fronthaube der Frunk mit 150 Liter Volumen zur Befüllung frei. Das könnte ausreichen, um den Gewichtsvorteil – es steht 1.810 zu 1920 Kilo – gegenüber der Topversion zu egalisieren. So oder so ist man mit nur 180 PS nicht untermotorisiert. Diese Leistung passt gut zum sehr komfortabel ausgelegten Fahrwerk (im Sport-Modus wird‘s kaum härter) und zur leidlich direkten Lenkung. Die ersten Fahrzeuge kommen demnächst zu den Händlern. Der Listenpreis: ab 34.490 Euro.


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