Einzelne Ausfälle, Ernte für Tiroler Bauern aber zufriedenstellend

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J. Hechenberger (l.), oberster Tiroler Landwirt, und W. Juen, Experte für Spezialkulturen, sind zufrieden.
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Innsbruck – Die Ernte sei fast abgeschlossen, bei Erdäpfeln, Gemüse und Obst allerdings noch im Gange. „In Summe können die Tiroler Bauern zufrieden mit den diesjährigen Erträgen und Qualitäten sein“, sagt Landwirtschaftskammerpräsident Josef Hechenberger. Es habe nur einzelne Ausfälle durch Hagel, Unwetter und Frost gegeben. Das Wetter meinte es mit Tirol also relativ gut, problematisch waren 2021 allerdings das trockene Frühjahr, ein nasskalter Mai und niederschlagsreiche und kühle Sommermonate.

Die Aussaat von Wintergerste, Winterweizen, Winterroggen und Triticale erfolgt immer bereits im Herbst des Vorjahres. Die Erträge lagen heuer durchwegs im Mittel der letzten Jahre. Die Aussaat von Sommergerste, Sommerweizen und Sommerhafer erfolgt ab März. Bei diesen Getreidearten lagen die Erträge deutlich unter dem Schnitt der letzten Jahre, berichtet Fachbereichsleiter Wendelin Juen.

Auch der Gemüseanbau litt unter dem feuchten Wetter. Den 20 Millionen Bund Radieschen brachte der nasse Sommer Pilz- und Bakterienbefall, dafür aber weniger Insekten. Missernte bei Salaten und Radieschen waren die Folge und führten europaweit zu Engpässen bei Salaten und generell einer schlechten Verfügbarkeit von Ware für den Handel, sagt Juen. Auch bei Sommergetreide lagen Menge und Qualität unter den Vorjahreswerten, aber durchaus noch im Mittel. Die in Tirol produzierten Lebensmittel werden hauptsächlich über den Lebensmittelhandel, der auch auf Regionalität setzt, verkauft. Während es Corona-bedingt zu starken Umsatz-Einbußen beim Absatz über die Gastronomie kam, hat der Absatz über die Direktvermarktung deutlich zugelegt, erklärte Hechenberger. Sich auf den Klimawandel einzustellen, sei derzeit für die Bauern aber die größte Herausforderung. (ver)

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