Ötztal-Tourismus-Direktor Schwarz bei „Tirol Live“: Ja zu strengen Regeln für die Wintersaison

Am Freitag war Ötztal-Tourismus-Direktor Oliver Schwarz zu Gast bei „Tirol Live". Für ihn legt Sölden am Samstag die Richtlatte sowohl für den Weltcup als auch einen sicheren Winter. Es gelten überall strenge Covid-Vorgaben und Kontrollen.

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Ötztal-Tourismus-Direktor Oliver Schwarz (rechts) im Gespräch mit TT-Chefredakteur Alois Vahrner.
© Böhm

Innsbruck, Sölden – Mit dem Damen- und Herren-Riesentorlauf startet dieses Wochenende in Sölden wieder der Skiweltcup – und mit den erhofften Postkarten-Bildern vom Gletscher inoffiziell auch die heurige Tourismus-Wintersaison. Man habe sich umfassend auf das Großevent vorbereitet, sagte der Geschäftsführer von Ötztal Tourismus (der nächtigungsstärkste Verband Tirols), Oliver Schwarz, bei „Tirol Live“. Man sei gut gebucht, zu den beiden Rennen rechne man mit zusammen über 10.000 Besuchern. Das seien noch deutlich weniger als früher (bis zu 30.000 Fans), aber ein Quantensprung zu den Geisterrennen im Vorjahr.

Ins Renngelände am Gletscher komme nur, wer die 3-G-Regeln (es gibt drei Teststationen) erfüllt und dann ein buntes Armband bekommt, in den Gondeln gelte FFP2-Maskenpflicht. Aber auch in Sölden selbst gebe es laut Schwarz überall strenge Covid-Vorgaben und Kontrollen. „Es gelten strenge Regeln und wir appellieren an alle Gäste und Gastronomen, diese lückenlos einzuhalten.“

📽️ Video | Oliver Schwarz in „Tirol Live“

Dass Deutschlands Ex-Skistar Felix Neureuther jüngst so frühe Gletscherrennen aus Umweltgründen kritisiert hat, kontert Schwarz. Das Gletscherskigebiet sei auch dank Beschneiung und Abdeckungen in gutem Zustand und werde das ganze Jahr über gut gepflegt. Man werde mit Neureuther ein klärendes Gespräch führen.

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Optimistisch in den Winter

Für die kommende Wintersaison ist Schwarz optimistisch. Es sei vor allem eine „Pandemie der Ungeimpften“. Das sorge leider für hohe Kosten und Risiken. Wenn man in die dritte Corona-Warnstufe rutsche, sollten Urlauber, die nicht getestet oder genesen sind, schon mit gültigem PCR-Test anreisen. Er sei gegebenenfalls für noch strengere Vorgaben und mehr Mut der Politik als bei der verspätet fixierten 3-G-Vorgabe im Job, so Schwarz. Der Tourismus könne sich keine Grenzsperren, Lockdowns oder gar den Totalausfall einer Saison mehr leisten.

Wichtig sei auch eine möglichst große Durchimpfung der Mitarbeiter. Gültig sollte auch eine Impfung mit dem russischen „Sputnik“ sein, fordert Schwarz. Generell biete man Mitarbeitern im Ötztal eine Vielzahl an Anreizen und Vergünstigungen. (TT)


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