2000 Menschen demonstrierten in Innsbruck friedlich für Klimaschutz

Der Zug der Klimaaktivisten durch die Innsbrucker Innenstadt verlief friedlich. Die Polizei musste weder einschreiten noch strafen. Auch das im Zentrum befürchtete Verkehrschaos blieb weitgehend aus.

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Viele Teilnehmer trugen beim Zug durch die Innsbrucker Innenstadt Masken. Mit Transparenten und Sprechchören forderten sie Maßnahmen für den Schutz des Klimas.
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Von Thomas Hörmann

Innsbruck – Bunt, jung, laut, absolut friedlich, aber weniger Teilnehmer als erhofft bzw. erwartet: Etwa 2000 Menschen folgten am Freitag bei strahlendem Sonnenschein dem Aufruf von Fridays For Future und setzten sich bei einem Demonstrationszug durch die Innsbrucker Innenstadt für den Klimaschutz ein. „Ein paar mehr hätten es schon sein können“, meinte Anna Perktold von den Veranstaltern, die ursprünglich auf 3000 bis 4000 Teilnehmer gehofft hatten. „Aber wir sind froh, dass wieder etwas los ist“, so Perktold weiter.

Und los war tatsächlich einiges: Um 12.25 Uhr – mit etwa zehn Minuten Verspätung – setzten sich die Demonstranten am Treffpunkt vor dem Landestheater in Bewegung. Junge Mütter marschierten mit ihren Kindern, Lehrer mit den Schülern, viele Studierende, aber auch ältere Menschen wie die „Omas gegen Rechts“ schlossen sich dem Zug an. Das StreetNoise Orchestra sorgte für musikalische Unterhaltung, aus den mobilen Boxen dröhnte Musik. Auf Transparenten forderten die Teilnehmer „Fairkehrswende jetzt“ oder den „Radmasterplan“, andere warnten schriftlich, dass es „keinen Planet B“ gibt.

Etwa 2000 größtenteils junge Menschen nahmen an der lautstarken, aber friedlichen Kundgebung teil. Die Polizeibeamten mussten keine einzige Anzeige erstatten.
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Die Route führte durch die Museumstraße, am Hauptbahnhof vorbei in die Salurner Straße, von dort in die Maria-Theresien-Straße, weiter in die Anich- und Bürgerstraße und dann auf den Innrain. Übers Herzog-Otto-Ufer ging es zurück zum Landestheater. Fast genau eineinhalb Stunden benötigten die Teilnehmer für die knapp drei Kilometer lange Strecke, ehe sie wieder am Vorplatz des Landestheaters eintrafen. Für Tempo sorgte auch die Polizei: „Wir haben die betroffenen Straßen immer in beiden Richtungen gesperrt“, berichtet Reinhard Moser, Chef der Innsbrucker Verkehrspolizei: „Somit war der Demo-Zug breiter, aber auch kürzer, das Überqueren von Kreuzungen ging schneller.“ Und so blieb der befürchtete Verkehrskollaps in der Innenstadt aus: „Für Freitagmittag waren aber auch wenig Autos unterwegs. Unser Aufruf, das Zentrum zu meiden, hat wohl geholfen“, so Moser.

Auch sonst hatten die insgesamt etwa 40 Polizeibeamten bei der Demo einen ruhigen Dienst: „Alles war friedlich, wir mussten nie einschreiten, es gab keine einzige Anzeige“, freute sich Polizei-Einsatzleiter Toni Hörhager. Auffallend war auch, dass viele Teilnehmer Masken trugen, obwohl keine Verpflichtung bestand. „Wir haben darum gebeten“, erklärt Perktold.

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© TT, Rita Falk

Nach dem Demozug ging die Kundgebung am Theatervorplatz mit Rede- und Musikbeiträgen bis etwa 18 Uhr weiter.

Auch in Kufstein wurde am Freitag für den Klimaschutz demonstriert. Dort beteiligten sich etwa 100 Menschen an der Kundgebung.


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