Plus

Ermittlungsakt Ischgl ist nun ein Fall für den Weisungsrat

Der 15.000-Seiten-Akt Ischgl ist für das Justizministerium von größter Bedeutung. Der Weisungsrat der Generalprokuratur prüft das Ermittelte.

  • Artikel
  • Diskussion (1)
Letzten März hatte das Coronavirus in der Skihochburg Ischgl für eine massenhafte Ansteckung gesorgt. Maßnahmen dazu stehen im Fokus.
© APA

Von Reinhard Fellner

Wien, Innsbruck, Ischgl – Die Ausbreitung des Coronavirus im Tourismus-Hotspot Ischgl letzten März beschäftigt bis heute Betroffene und die heimische Justiz. Über Monate waren von einem Team der Innsbrucker Staatsanwaltschaft 27 Personen zum Verdacht der Gefährdung von Menschen durch übertragbare Krankheiten vernommen worden. Insgesamt 15.000 Seiten zählt der Akt Ischgl mitsamt Beweismaterial, Protokollen und Berichten. Dies alles mündete in einen 70 Seiten starken Vorhabensbericht an die Oberstaatsanwaltschaft Innsbruck. Diese kommentierte und schickte den Gesamtakt und Vorhabensbericht ins Justizministerium zur Absegnung des Vorhabens der Anklagebehörde. Gegen fünf Personen wurde zu den Maßnahmen nach Bekanntwerden der ersten Infektionsfälle, zur Erlassung von Verordnungen, zu Schließungen von Lokalen und des Skibetriebs beziehungsweise zu den Verkehrsbeschränkungen ermittelt.


Kommentieren


Schlagworte