Ehre für Judo-Talenteschmiede

Tirol nimmt als erster zertifizierter ÖJV-Stützpunkt Österreichs eine Vorreiterrolle ein.

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Athletik-Coach Alexander Ettinger, Verbandspräsident Martin Scherwitzl und Landestrainerin Anna-Katharina Told (v. l.) zeigen das ÖJV-Zertifikat.
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Von Benjamin Kiechl

Innsbruck – Martin Scherwitzl kann mit Fug und Recht behaupten: „Wir waren die Ersten!“ Tirols Judo-Verbandspräsident ist stolz, dass Tirol seit einigen Monaten der erste zertifizierte Landes-Stützpunkt des Österreichischen Judo-Verbandes (ÖJV) ist. Das Judozentrum Innsbruck im Stadtteil Wilten ist damit jener Ort, an dem sich die besten Talente des Landes auf der Matte zu Höchstleistungen anspornen. Neben Tirol gibt es inzwischen auch Stützpunkte in Vorarlberg, Salzburg und Wien. „Ein weiterer Stützpunkt ist in Niederösterreich in Planung“, erzählt Scherwitzl, der die Kooperation mit dem Bundesstützpunkt in Linz und Bundestrainerin Yvonne Bönisch hervorstreicht.

Die Athleten werden in Innsbruck durch Landestrainerin Anna-Katharina Told sowie im Athletikbereich von Alexander Ettinger hervorragend betreut. „Es gibt wöchentlich einen Trainercall zwischen den Coaches in Österreich, die Zusammenarbeit klappt sehr gut“, erzählt Told, die Talente aus fast allen Teilen Tirols begleitet. „Jeder bleibt bei seinem Heimatverein Mitglied, kann aber bei uns trainieren“, sagt Told. Am Montag steht die Athletik im Vordergrund, von Dienstag bis Freitag wird an der Judo-Technik gefeilt.

Aushängeschild aus Tirol bleibt die zweifache Olympia-Teilnehmerin Bernadette Graf, die auch im Jahr 2022 fixer Bestandteil des Judo-Nationalteams sein wird.

Mit Pia Kraft (U 21) sowie Peter Marini, Leonie Kraft. Leonie Brugger und Matthias Unterrainer (alle U 18) hat Tirol derzeit viel Potenzial im Nachwuchs. „Unser Ziel ist, dass wir im Jahr 2022 in den Nachwuchsklassen bei der Europameisterschaft vertreten sind“, skizziert Scherwitzl. Gleichzeitig betont der Langzeit-Präsident, dass man nach der erfolgreichen Ära von Kathrin Unterwurzacher und Bernadette Graf (noch aktiv) nun etwas kleinere Brötchen backen müsse. „In die Fußstapfen der beiden Ausnahme-Athletinnen zu treten, ist nicht leicht!“

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Der Judosport sei in Tirol weiter auf Erfolgskurs. Derzeit gibt es über 1000 Aktive, in Innsbruck sind im Jahr 2021 rund 150 Judo-Neuanmeldungen zu verzeichnen.


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