Busfahrer wegen Busunglücks bei Verona mit 17 Toten verurteilt

Bei einem Busunglück bei Verona kamen 2017 insgesamt 17 Menschen ums Leben. Nun wurde der Busfahrer in zweiter Instanz zu sechs Jahren Haft verurteilt.

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Der ausgebrannte Bus auf der Autobahn nahe Verona.
© AFP/Polizia di Stato

Verona – Ein Berufungsgericht in Verona hat am Dienstag in zweiter Instanz einen ungarischen Busfahrer wegen fahrlässiger Tötung zu sechs Jahren Haft verurteilt. Er soll im Jänner 2017 einen schweren Busunfall auf der Autobahn A4 nahe der norditalienischen Stadt Verona verursacht haben. Bei dem Unfall kamen 17 Personen ums Leben, darunter elf ungarische Schüler. 39 weitere Personen wurden verletzt. In erster Instanz war der Busfahrer 2020 zu zwölf Jahren Haft verurteilt worden.

Der Bus mit Gymnasiasten im Alter von 14 bis 16 Jahren war auf der Heimreise von einem Skikurs in Frankreich bei einer Autobahnabfahrt bei Verona gegen einen Brückenpfeiler geprallt und in Flammen aufgegangen. An Bord waren 56 Menschen, neben den Schülern und dem Busfahrer auch Lehrer und Eltern. Das Gericht sprach den Familien der Opfer eine Entschädigung von insgesamt rund fünf Millionen Euro zu. Diese kritisierten am Dienstag die Halbierung der Haftstrafe für den Busfahrer.

Zwei Jahre nach dem Unglück war auch der als „Held“ gefeierte Lehrer Vigh Gyorgy gestorben, der mehrere Schüler aus dem brennenden Bus gerettet hatte. Seine beiden Kinder kamen jedoch ums Leben. Gyorgy gilt für die Angehörige als 18. Opfer des Unglücks. (APA)


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