Drohnenrettung Tirol: Freiwillige retten Tiere aus der Luft

Die Pitztalerin Manuela Prantl betreibt seit drei Jahren den kostenlosen Service einer Drohnenortung.

  • Artikel
  • Diskussion
Die Tierschützerinnen Manuela Prantl und Inge Welzig (v. l.) werben um Unterstützung für die kostenlose Drohnenrettung für Tiere.
© Prantl

Wenns/Pitztal – Jedes Jahr im Frühling sterben unzählige Rehkitze auf Tiroler Wiesen, die von ihren Muttertieren im vermeintlichen Schutz hohen Grases zurückgelassen werden. Um den grausamen Tod möglichst vieler Tiere durch die Mahd zu verhindern, hat Manuela Prantl aus Wenns im Pitztal vor drei Jahren die Drohnenrettung Tirol gegründet. Noch bildet sie gemeinsam mit Bruno Perktold das einzige Team, das sich nach Anforderung auf den Weg macht und aus der Luft die zu mähenden Felder auf Tiere absucht, bevor der Bauer seinen Traktor startet. Dutzende Kitze, aber auch Geißen, Hasen und andere Tiere können jedes Jahr auf diese Weise gerettet werden.

„Ich unterstütze diese ehrenamtliche Arbeit, so gut ich kann“, sagt Inge Welzig, die ihr Leben bekanntlich ebenfalls dem Tierwohl widmet. Zu einem originellen Spendenaufruf haben sich die beiden Damen am vergangenen Montag im Inntalcenter in Telfs getroffen und die vielen Kunden um Unterstützung gebeten. Denn der Verein plant, ein zweites Team für Sucheinsätze zu bilden. Notwendig dafür ist nicht nur die Anschaffung einer geeigneten Drohne, besonders teuer mit einem Anschaffungspreis von rund 6000 Euro ist die spezielle Wärmebildkamera, die eigens aus den USA importiert werden muss. „Wir sind für jede finanzielle Unterstützung dankbar“, bekundet Inge Welzig. Die Dienstleistung aus der Luft ist für Bauer und Jäger kostenlos. Es mangelt auch nicht an Freiwilligen, die sich in den Dienst der Sache stellen wollen.

Die Drohnenrettung ist entstanden, weil Manuela Prantl mit ihrer „Tierhoamat“ eine kompetente Ansprechpartnerin für alle möglichen bedürftigen und verletzten Tiere ist. „Immer wieder wurden ihr Rehkitze mit abgetrennten Beinen und anderen Verletzungen durch Mähmaschinen gebracht, die leider nur noch eingeschläfert werden konnten“, berichtet Welzig. Gegen dieses Leid wollte die engagierte Tierschützerin etwas unternehmen. Und nicht nur aus ganz Tirol kommen Anfragen, die Drohnenrettung ist auch in Deutschland unterwegs. Die Kontaktdaten finden sich unter www.drohnenrettung.at (bcp)


Kommentieren


Schlagworte