Ruf nach Gastgärten in Innsbruck auch im Winter

Die Gastgärten müssen offen bleiben. Das wollen Innsbrucks Gastronomen und auch viele Gäste, die lieber draußen als im vollen Lokal sitzen.

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Lieber mit Decke und Anorak draußen als mit vielen anderen in geschlossenen Räumen. Es fehlt noch eine Wintergastgartenverordnung.
© Böhm

Innsbruck – In den bittersten Corona-Zeiten konnte man sich bei eisiger Kälte bei manchen Wirten etwas zu trinken oder essen holen, musste sich dann samt Pappbecher und Pappteller vom Acker machen und in 50 Metern Entfernung das eben Gekaufte konsumieren.

Die etwas einladendere Form im Winter sind Gastgärten samt Heizstrahler und Heizpilzen. Damit das funktioniert, brauche es eine Regelung für die Gastgärten auch nach dem 14. November, meint Innsbrucks Vizebürgermeister Johannes Anzengruber von der ÖVP. Er ist für Veranstaltungen, Tourismus, Soziales und Gesundheit zuständig, kümmert sich also auch um die Corona-Zahlen. „Die werden im Winter stark steigen, auch weil sich viele vermehrt drinnen in geschlossenen Räumen aufhalten, was die Ansteckungsgefahr erhöht.“

Wintergastgärten sind also aus der Sicht Anzengrubers für die Wirte eine Möglichkeit, ein Geschäft zu machen, und für die epidemiologische Lage ein Versuch, die Ansteckungsgefahr für Covid zu reduzieren. „Die Gastgärten müssen offen bleiben.“ Es brauche eine Wintergastgartenregelung. Die wiederum könne in eine Gastgartenvereinbarung für die nächsten drei Jahre fließen.

Innsbrucks Gastronomen sind laut Anzengruber durchaus interessiert, die Gastgärten auch im Winter zu betreiben. Was das den Wirt kosten soll, lässt der Vizebürgermeister offen. Denkbar wäre für ihn, das Entgelt als Covid-Unterstützung zu erlassen. „Darüber kann man sicher diskutieren.“ In jedem Fall komme die Öffnung der Gastgärten im Winter „den Gästen in Form eines entsprechenden Flairs auf der Straße und auch der öffentlichen Hand in Form von Steuereinnahmen zugute“. (aheu)

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