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Gefährliche Durchzugsstraße: Land prüft einen 30er durch Obsteig

Die Gemeinde Obsteig schoss der Petition der Schüler einen Antrag auf eine Tempobremse samt Ampel nach.

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Verkehrserziehung ist in Obsteig angesichts der Gefahren auf der Durchzugsstraße besonders wichtig.
© Paschinger

Von Alexander Paschinger

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Obsteig – Die Kinder der Volksschule Obsteig hatten beim Besuch von Mobilitätsreferentin LHStv. Ingrid Felipe auf ihren gefährlichen Schulweg entlang der B189, der Mieminger Bundesstraße, aufmerksam gemacht. Als Idee gaben sie der Politikerin ein Transparent als Petition mit, auf dem sie einerseits einen 30er durch Obsteig und andererseits eine Fußgängerampel im Bereich der Kirche forderten. Der Obsteiger Gemeinderat zog nun in dieser Sache vergangene Woche nach und stellte an die Landesregierung den offiziellen Antrag (bei einer Enthaltung) für eine 30-km/h-Zone auf der Mieminger Bundesstraße sowie eine Ampel im Bereich Unterstrass.

Nun soll das von der Behörde geprüft werden: „Mit dem Bekenntnis der Gemeinde Obsteig zu verkehrssichernden Maßnahmen werden wir nun die Umsetzbarkeit einer Ampel und einer 30er-Beschränkung im Ortsgebiet prüfen“, heißt es offiziell von Seiten der Mobilitätsreferentin. Und: „Es gilt nun, diese Vorschläge fachlich und rechtlich durch Gutachten zu bewerten.“

Demnach wird die BH Imst aufgefordert, die Situation unter die Lupe zu nehmen und die geforderten Maßnahmen gemäß der Straßenverkehrsordnung zu prüfen. Immerhin handelt es sich bei der Mieminger Bundesstraße um eine höherrangige Straße, „weshalb man besonders genau hinsehen muss“, heißt es aus dem Büro Felipe.

Obsteig baut bekanntlich seit einigen Jahren seine „Dorfautobahn“ zurück, um den Durchzugsverkehr einzubremsen und die Sicherheit zu heben. BM Hermann Föger stellt fest: „Die Lkw gehören unbedingt bemautet – sie sind ein Haupttreiber bei unserer Verkehrssituation.“ Er könnte sich auch eine Vignettenpflicht auf der Fernpassstraße vorstellen.

In Tarrenz, der zweiten nicht umfahrenen, aber stark belasteten Gemeinde an der Fernpass- und Mieminger Straße, verfolgt BM Stefan Rueland mit Interesse die beginnende Diskussion in Obsteig. Eine Ampel käme für ihn weniger in Frage („Wir haben bei uns schon Stau wegen des Kreisverkehrs in Imst“), da „eher Fußgänger-Unterführungen“. Aber Engstellen an der Ortsdurchfahrt mit wenige Zentimeter breiten Gehsteigen könnten einen 30er wohl rechtfertigen.


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