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Strittiger Mobilhome-Park in Pettneu: Gericht kippt UVP-Pflicht

Der Mobilhome-Park könne nicht als Hotel mit 650 Betten gesehen werden, sagte das Gericht und hob die UVP-Pflicht auf. Das Land prüft Schritte.

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Mehr als 200 Stellplätze mit Nasszellen hat derzeit der Campingplatz in Pettneu. Europarcs will dort rund 130 Mobilhomes aufstellen.
© Wenzel

Von Max Strozzi

Pettneu – Etappensieg für das umstrittene Großprojekt des niederländischen Ferienparkbetreibers Europarcs in Pettneu. Wie mehrfach berichtet, will Europarcs dort auf einem Campingplatz rund 130 Luxus-Mobilhomes aufstellen – das sind gewissermaßen kleine „Chalets“ auf Rädern mit jeweils 45 bis 60 Quadratmetern und vier bis sechs Betten. Europarcs will die Mobilhomes für je 350.000 bis über 400.000 Euro verkaufen und als Investorenmodell an Urlauber vermieten.

Mitte Mai entschied die Tiroler Landesregierung, dass sich der Mobilhome-Park in Pettneu einer Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) stellen muss. Denn das Land betrachtete das Europarcs-Projekt nicht mehr als Campingplatz, sondern als eine große Hotelanlage mit insgesamt 650 Betten in 130 Mobilhomes. Urlauber würden hier nämlich nicht einen Stellplatz buchen, wie bei Campingplätzen üblich, sondern eine ganze Unterkunft (Mobilhome) samt Betten. Zudem verwies das Land auf das Meldegesetz, wonach jeder beaufsichtigte Campingplatz ein Beherbergungsbetrieb sei. Europarcs zog gegen die UVP-Pflicht vor Gericht und bekam nun Recht.


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