Die Hälfte der Lehrlinge im Tourismus will wechseln

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Laut Umfrage der AK Tirol wollen fast die Hälfte der Lehrlinge nach der Ausbildung einen neuen Job.
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Innsbruck – Dem Tourismus laufen die Mitarbeiter davon, Fachkräfte fehlen. Corona habe diese Situation weiter verschärft, heißt es von Experten der Arbeiterkammer, denn „die letzten übrig gebliebenen Tourismusbeschäftigten verloren über Nacht ihren Job oder waren in Kurzarbeit und haben sich deshalb umgeschult“. Die Konsequenz sei jetzt unter den Hoteliers und Gastronomen deutlich zu spüren: Es fehlen die Mitarbeiter. Und auch in Zukunft könnte das so bleiben, wie eine Umfrage der Jugendabteilung der Arbeiterkammer unter Tiroler Tourismus-Lehrlingen unterstreicht.

Laut dieser Umfrage geben lediglich 46 Prozent der Befragten an, dass sie nach der Lehrzeit in ihrem erlernten Beruf in der Tourismusbranche weiterarbeiten möchten. Ein Fünftel hat sich laut AK schon dagegen entschieden, der Rest sei noch unentschlossen. Als Hauptgrund für einen Berufswechsel sehen 61 Prozent die Arbeitszeiten. Viele Beschäftigte müssten am Wochenende oder am Abend arbeiten und haben frei, wenn Freunde oder Familie im Büro sitzen. Das werde unmittelbar mit einer schlechten Work-Life-Balance verbunden, wie 37 Prozent der Befragten angeben. Auch die Entlohnung sowie das Betriebsklima stimmen die angehenden Tourismusfachkräfte unzufrieden, heißt es. Hinzu kommen fehlende oder erst spät verteilte Dienstpläne, die so gut wie keine Freizeitplanung zulassen. (TT)

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