Keine Lehrstelle in Sicht? Zu Hause sitzen ist keine Option

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Bei Projekten finden die Jugendlichen ihren Weg.
© AusbildungsFit Osttirol

Lienz – Was tun, wenn sich nach der Pflichtschulzeit keine Lehrstelle findet, keine Perspektive da ist und man nicht mehr weiterweiß? Oder wenn Schule oder Lehre abgebrochen wurde? Die Lebenshilfe weiß Rat. Einfach daheimbleiben, das soll es nicht sein, wenn es nach dem Programm „AusbildungsFit“ geht. Dieses Angebot gibt es in den Bezirken Lienz, Reutte, Imst und Landeck.

Bei dem Programm geht es nicht um schulisches Lernen oder um Nachhilfe, sondern um die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit. „Wenn wir mit den Jugendlichen gemeinsam kochen, sporteln, Theater spielen, ein Hochbeet bauen oder Bewerbungen schreiben, entdecken sie ihre Kreativität“, erklärt Josef Luxenberger, Leiter von AusbildungsFit Osttirol. „Sie sind fast überrascht, wenn wir ihre Stärken aufzählen anstatt ihre schulischen Schwächen.“

Erfolgsgeschichten hat Luxenberger schon einige erlebt. Eine junge Frau, die einige Zeit zu Hause war, fand dank des Programms die Motivation, in der „Früh wieder aufzustehen“, wie sie selbst sagt. Heute macht sie eine Doppellehre zur Köchin/Kellnerin. Ein anderer Teilnehmer, ein 20-jähriger Mann, fand den Mut, bei einem Installateur zu schnuppern. Sein handwerkliches Geschick wurde erkannt, er wurde als Lehrling aufgenommen.

Fix-Teilnehmer erhalten vom AMS eine monatliche Entschädigung und sind kranken- und pensionsversichert. Infos: www.osttirol.ausbildungsfit.tirol (TT)

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