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Ferienimmobilien als berufliche Wohnsitze in Tirol getarnt

Das Home-Office dürfte bereits in der Vergangenheit der Deckmantel für die Nutzung von illegalen Freizeitwohnsitzen in Tirol gewesen sein. Aus immer mehr Gemeinden werden Verdachtsfälle gemeldet. Die Behörden sind mit immer kurioseren Argumenten der Eigentümer konfrontiert.

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Blumen ja, aber die Jalousien sind meistens zu. Die Behörden stellen immer mehr Umgehungen des Freizeitwohnsitzverbots fest.
© Böhm

Von Peter Nindler

Innsbruck – Bauträger und einzelne Rechtsanwälte machten in den vergangenen Monaten gegen die strengen Tiroler Regelungen bei den Freizeitwohnsitzen mobil. Auch der Verwaltungsrechtsexperte und Universitätsprofessor Peter Bußjäger warnte vor einer überschießenden Auslegung von illegalen Freizeitwohnsitzen. Er führte dabei ins Treffen, dass Personen heutzutage mehrere Mittelpunkte der Lebensbeziehungen haben könnten. Auch die Digitalisierung und das Home-Office hätten viel geändert, der Begriff Arbeitswohnsitz müsse breiter definiert werden.

Wie das aktuell und vor allem kreativ mit Unterstützung von Anwälten passiert, zeigen mehrere Entscheidungen des Landesverwaltungsgerichts.


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